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Kevelaer
Viertes Mitglied der "Hammerbande" vor Gericht

Kevelaer. Im vergangenen Jahr hat eine Bande von Tätern mehrere Automaten in Spielhallen aufgebrochen. Mit dem Vorschlaghammer zertrümmerten die Männer die Geräte, um an das Geld zu kommen. Auch eine Spielhalle in Kevelaer wurde überfallen.

Nachdem drei Mitglieder der sogenannten "Hammerbande" bereits verurteilt wurden, hat vor dem Landgericht ein weiterer Prozess begonnen. Diesmal gegen den Rumänen Marian B. Der Beschuldigte ist für vier der 32 Bandendiebstähle angeklagt, wobei insgesamt 30.000 Euro entwendet wurden und ein Sachschaden in Höhe von 125.000 Euro entstand. Als Beweismaterial dienten Aufzeichnungen der Überwachungskameras und Aussagen der Komplizen. Auf einem der Videos ist eine Hose zu erkennen, die in der Wohnung des Angeklagten entdeckt wurde. Außerdem wohnte Marian B. mit einem der bereits Verurteilten zusammen. In deren Wohnung konnten Fingerabdrücke des Beschuldigten an einem der bei den Einbrüchen in die Spielhallen benutzten Vorschlaghammer sichergestellt wurden.

Nachdem im Prozess das Videomaterial von vier Fällen gezeigt wurde, für die der Mann angeklagt ist, gestand er die Einbrüche in Kevelaer und Rees. Außerdem hat er die Namen weiterer Mittäter preisgegeben. Die Staatsanwaltschaft überprüft diese Aussagen jetzt, ein Urteil wird voraussichtlich Anfang September fallen. Verteidiger und Angeklagter forderten eine Gesamtstrafe von höchstens drei Jahren und einem Monat, die der Vorsitzende Richter vorerst nicht für wahrscheinlich halte. Das Geständnis und die Nennung weiterer Täter werde jedoch Einfluss auf das Strafmaß haben.

(awoi)
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