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Kevelaer
Volksbankstiftung fördert Heimatkunde

Kevelaer: Volksbankstiftung fördert Heimatkunde
Glückliche Gesichter im Rahmen der Feierstunde. Mit Geldern aus der Voba-Stiftung wurden zahlreiche heimische Projekte unterstützt. FOTO: Gottfried Evers
Kevelaer. Die Vertreter der Stiftung für Heimatforschung und Heimatpflege und Vertreter von Vereinen trafen sich jetzt in Uedem. Im Rahmen einer Feierstunde wurden Projekte vorgestellt und Fördergelder übergeben. Von Natalja Bruck

Projekte von Vereinen und Institutionen aus den Bereichen Heimatgeschichte, gewachsene Tradition, religiöses oder profanes Brauchtum zu fördern: Mit diesem Ziel wurde vor mehr als 20 Jahren die Stiftung der Volksbank an der Niers (damals noch Volksbank Goch-Kevelaer) gegründet. Seitdem wurden bereits viele kleine und größere Vorhaben gefördert.

Auch in diesem Jahr hatten sich wieder zahlreiche Vereine mit einem heimatkundlichen oder heimatgeschichtlichen Interesse um die begehrten Fördergelder beworben. 34 Bewerbungen konnten in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden und werden mit insgesamt 26.700 Euro unterstützt, um zukünftige Projekte finanzieren zu können.

Johannes Snelting, der Vorsitzende des Stiftungsbeirates, führte durch den Abend und nahm sich die Zeit, zunächst der Volksbank an der Niers für die Einrichtung der Stiftung und die Betreuung des Stiftungsvermögens zu danken: "Die Zinsen aus diesem Vermögen ermöglichen es der Stiftung erst, diese Projekte zu unterstützen."

Anschließend stellten die Vertreter der bedachten Vereine die Projekte vor, für die sie dringend finanzielle Hilfe benötigten. Dabei zeigte sich die ganze Bandbreite der heimatkundlichen und heimatgeschichtlichen Arbeit.

Der noch junge Verein "Natur & Kultur im Achterhoek" möchte gleich ein ganzes Haus, das Heiligenhäuschen aus den 30er Jahren, abtragen und an einer öffentlich zugänglichen Stelle wieder aufbauen. Des Weiteren wird die St.-Johannes-Bruderschaft Kengen die finanzielle Unterstützung der Volksbankstiftung in Höhe von 1000 Euro dazu nutzen, um das marode Dach der historischen Marienkapelle reparieren zu lassen. Ebenfalls für Reparaturen benötigt der Förderverein Steprather Mühle Walbeck die Zuwendung (1200 Euro) der Stiftung: Das Krühwerk der ältesten noch voll funktionstüchtigen Mühle in Deutschland muss erneuert werden, damit weiterhin "oben Korn rein geht und unten Mehl rauskommt", so Ludger Kersten vom Förderverein.

Neben solchen ganz handfesten Projekten, bei denen die Mitglieder der einzelnen Vereine nicht nur Engagement sondern auch Muskelkraft einsetzen müssen, gab es auch Fördergelder für Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen. Unter anderem der Pfälzerbund am Niederrhein, der Arbeitskreis Weeze Heimatgeschichte und der Förderverein Kloster Graefenthal erhielten Zuwendungen, um Kataloge von Ausstellungen, über Zeitgeschichte und historische Dokumente veröffentlichen zu können.

Der Heimatverein in der Stadt Goch freute sich über 500 Euro für eine Informationstafel zu dem Denkmal der "Drei Jünglinge im Feuerofen" im Gocher Stadtpark und der Verkehrs-und Heimatverein Kessel wird seinen Zuwendung von 1000€ nutzen, um Informationstafeln für einen historischen Rundgang durch die Gemeinde zu finanzieren.

Ebenfalls 1000 Euro erhält der Heimat- und Verschönerungsverein Asperden, um noch fehlende Restaurierungsarbeiten und den Einbau der Skulptur der heiligen Antonius in die Dorfkirche zu finanzieren. "Die Figur ist aus Nussbaum geschnitzt und stammt aus dem 15. Jahrhundert", berichtete Gustav Kade vom Heimatverein. Nach mehr als 100 Jahren in Privatbesitz wird das historische Kunstwerk dann wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Zum Abschluss der Veranstaltung würdigte Johannes Janhsen, Vorstandsmitglied der Volksbank an der Niers, das ehrenamtliche Engagement der Anwesenden und ihrer Mitstreiter: "Bleiben Sie weiterhin so aktiv und mutig, denn ohne Ihre Arbeit wären all diese Projekte nicht möglich."

Quelle: RP
 
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