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Weeze
Von alten Häusern und lebenden Leuten

Weeze: Von alten Häusern und lebenden Leuten
Vor der Alten Schmiede präsentierte der Arbeitskreis Weezer Heimatgeschichte das neue Jahrbuch. FOTO: Gottfried Evers
Weeze. Der Arbeitskreis Weezer Heimatgeschichte hat sein 17. Jahrbuch "Altes und Neues aus der Heimat" vorgelegt. Auf 320 Seiten präsentieren 43 Autoren eine bunte Themenvielfalt. Sie reicht von der "Bruelmanskat" bis zur Bücherzelle. Von Antje Thimm

Es ist nicht zu übersehen und hat auch ein beachtliches Format: Magentarot leuchtet der Einband des 17. Jahrbuchs zur Weezer Heimatgeschichte. 43 Autoren haben auf 320 Seiten zu den unterschiedlichsten Themen Geschichten geschrieben und bieten eine Fülle interessanter Informationen über das Leben in Weeze damals und heute.

"Das Erstaunliche für uns ist, dass es noch immer genügend Themen zur Veröffentlichung gibt", sagt Redaktionsleiterin Barbara Naus. Über 100 Seiten eingereichtes Textmaterial habe man zurückstellen müssen, es wäre einfach zu viel geworden. "Das aber ist ein guter Grundstock für 2018", sagt sie.

Der Arbeitskreis Weezer Heimatgeschichte sammelt jedes Jahr Beiträge zu verschiedenen Bereichen des Weezer Lebens, dabei ist dem Redaktionsteam die bunte Mischung sehr wichtig. Allein zwölf Beiträge umfasst das Kapitel "Heimatgeschichte".

Egon Hünnekens zum Beispiel berichtet von der Geschichte der "Bruelmanskat", die sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. In die Gegenwart gehören der Artikel über das demografische Handlungskonzept der Gemeinde Weeze von Volker Scholten oder die interessante Reportage von Liss Steeger, die den Leser mit den Mini-Bibliotheken in Weeze, Wemb und Umgebung bekannt macht. Skurril ist die Bücherzelle in Achterhoek, wo eine Telefonzelle in eine Art Mini-Bücherei verwandelt wurde.

Fester Bestandteil des Jahrbuchs sind immer Beiträge der Kindergärten und Schulen. "So wollen wir auch bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Heimatgeschichte wecken", erklärt Barbara Naus. Geschichte sei ja nicht nur das Vergangene, sondern auch alles, was sich hier und jetzt abspiele.

So erzählt im neuen Jahrbuch das Team des Kindergartens St. Cyriakus von seinem Projekt "Eine Reise durch das Weltall". Lieblingsrezepte der Koch-AG der Petrus-Canisius- Schule findet man unter "Was kochen wir heute?". Die Marienwasserschule darf sich seit kurzem "Haus der kleinen Forscher" nennen. Schulleiterin Andrea Schotten berichtet über das Projekt. Noch zahlreiche weitere Artikel befassen sich mit Kirchenhistorie oder Firmengeschichten des Ortes. "Menschen aus Weeze" kommen zu Wort, auch auf Platt. Viele auch farbige Fotos illustrieren die Texte.

Für die eingehende Lektüre sind die Herbst- und Winterabende der kommenden Wochen wie geschaffen. "Unsere Jahrbücher sind immer auch Nachschlagewerke", sagt Hans-Gerd Vrede, Vorsitzender des Arbeitskreises. Auf den 4320 Seiten, die alle 17 Jahrbücher nunmehr umfassen, kann man viele Antworten finden, zum Beispiel welche Menschen hinter bestimmten Straßennamen stehen oder welche Vereine es in Weeze gibt und gab.

Jeder Band seit 2002 enthielt bis heute auch immer eine Chronik aller Weezer Schlagzeilen in den Medien. Rolf Müller, der im letzten Jahr seien 90. Geburtstag feierte, hat diese Chronik erarbeitet, möchte nun aber in "Rente" gehen. "Wir wissen noch nicht, ob wir das so weiterführen können, es ist wirklich viel Arbeit", so Hans-Gerd Vrede.

An einem Stichwortverzeichnis für alle Bände in Form einer CD werde gearbeitet. "Alle Arbeiten für das Jahrbuch werden ehrenamtlich gemacht", betont Barbara Naus. Der Verkaufspreis ist mit zehn Euro bewusst niedrig gehalten, damit das Buch erschwinglich bleibe, erklären die Initiatoren. Die Kosten für Druck und Herstellung werden durch Spenden von Mitgliedern des Vereins, Weezer Banken und anderen Vereinen gedeckt.

Quelle: RP
 
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