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Kevelaer
Vorlesen für alle Generationen in Wetten

Kevelaer: Vorlesen für alle Generationen in Wetten
Zu Beginn verbreiteten Anne Ophey, Christa Plassmann und Nicole Hornbergs viel Freude mit ihrer Präsentation zum Kinderbuch "Hällo, ei äm Betti". FOTO: binn
Kevelaer. Im Knoasesaal gab es einen Vorlesenachmittag. Der Vorsitzende der Geselligen Vereine, Thomas Krahnen, der die Veranstaltung mit Werner Broeckmann und Alois Bogers organisierte, war zufrieden. Von Liss Steeger

"Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug", heißt ein Buch von Stefan Bollmann. Solche Frauen gab es zuhauf beim ersten Vorlesetag im Wettener Knoasesaal. Ausschnitte aus besagtem Buch packten Nicole Hornbergs und Beate Clasen in ihre "Lesereise", die sie mit Hesses "Stufen" begannen. Heimatliches, wie die Erlebnisse mit einem Krämerladen "Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht" (Dieter Moor), oder auch Generationenübergreifendes wie "In der Mitte des Lebens" (Margot Käßmann) erfreuten das Publikum.

Der Vorsitzende der Geselligen Vereine, Thomas Krahnen, der die Veranstaltung gemeinsam mit Werner Broeckmann und Alois Bogers organisiert hatte, zeigte sich zufrieden. Inspiriert vom ehemaligen Vorlesemarathon erreichten sie das Ziel, alle Altersgruppen einzubinden und nicht vereinsgebundene Personen zu Wort kommen zu lassen. Zu Beginn verbreiteten Anne Ophey, Christa Plassmann und Nicole Hornbergs vom St.-Peter-Kindergarten viel Freude mit ihrer Präsentation zum Kinderbuch "Hällo, ei äm Betti". Der Bauernhof der Kuh Elsa bekommt Besuch von der schottischen Kuh Betti. Außerdem zeigten sie, dass das Kinderbuch "Helma legt los" gerade zu Ostern in jedes gut sortierte Nest gehört. Die Grundschulleiterin Marlies Hansen überzeugte sich an diesem Nachmittag davon, wie viel Freude ihr viertes Schuljahr mit ihrer Lehrerin Uschi Drosten bei der Vorstellung der Schullektüre "Fliegender Stern" hatte. Ausschnitte aus der Geschichte der Indianer lasen zunächst Felia Bousart, Jarno Kruse, Helen Valkyser und Florian Tiemer. Pantomimisch dargestellte Szenen wie Lagerfeuer, Lasso werfen und Büffel jagen ließen die Schüler vom Publikum erraten. Ein Indianertanz rundete den Beitrag der Schule ab.

Lena Tombergs und ihre Freundinnen hatten sich mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" beschäftigt, woraus sie am frühen Abend einige tiefgreifende Passagen ausgewählt hatten. Der ehemalige Grundschulleiter Alfred Janßen las aus "Leberkäs-Junkie" von Rita Falk. Die langjährige Büchereileiterin Lore Broeckmann zeigte sich von der Autobiografie von Maarten 't Hart "Das Paradies liegt hinter mir" beeindruckt. Von seiner unverwechselbaren Art des selbstironischen Erzählens waren auch die Zuhörer angetan. Zum Abschluss verbreiteten Tobias Aymans (Gitarre) und Christian Manders (Cajon) in der besonderen Atmosphäre unterm Zeltdach im Knoasesaal mit umgetexteten Mundorgel- und Seemannsliedern regelrechte Lagerfeuerromantik. Zum abschließenden Gemeinschaftserlebnis aller Generationen führte das Wettener Heimatlied "Ek sin al völ gevare".

Quelle: RP
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