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Weeze
Weezes Kirmes leuchtet in Orange

Weeze: Weezes Kirmes leuchtet in Orange
Eingerahmt von der Farbe der Kolpingfamilie: Johannes van Hall (Bildmitte) mit Ehefrau Hanni sowie die Adjutanten Franz-Josef Dinnessen mit Ehefrau Martha (rechts) und Heinz Schwevers mit Ehefrau Susanne. FOTO: Gottfried Evers
Weeze. Die Kolpingfamilie Weeze blickt auf ihr 70-jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlass wurde ihr die Ehre zuteil, festgebender Verein der Kirmes zu sein. Johannes van Hall trägt die Festkette. Das Motto: Miteinander - Füreinander. Von Paul Foreman

Für die Kolpingfamilie in Weeze stand dieses Jahr nicht nur das 70-jährige Jubiläum an, dem Verein gebührte auch die Ehre, zum dritten Mal in seiner Geschichte der festgebende Verein der Weezer Kirmes zu sein. Unter dem Motto "Miteinander - Füreinander" richtet der im Jahre 1947 gegründete Verein die Feierlichkeiten in Weeze aus. Diese begannen am Samstag und beinhalteten traditionell die Festkettenübergabe im Vittinghoff-Schell-Park am Bürgerhaus.

Zuvor gab es aber einen ökumenischen Gottesdienst um 17 Uhr in der St.-Cyriakus-Pfarrkirche. Nachdem dieser beendet war, sammelten sich alle Vereine am alten Markt und machten sich für den Umzug bereit. Ausgerichtet wurde die Kirmes zum 67. Mal vom Heimat- und Verkehrsverein Weeze.

Um 18.15 Uhr begann dann der Abmarsch in Richtung Vittinghoff-Schell-Park, beobachtet von vielen Zuschauern am Straßenrand. Beim langen Umzug stachen die Kolpingfamilie und vor allem die Kolpingjugend mit der Farbe Orange besonders hervor. Die Kinder trugen nämlich Luftballons in besagter Farbe.

Pünktlich um 18.30 Uhr waren alle Teilnehmer des Zuges am Bürgerhaus eingetroffen, um die Kirmes offiziell zu eröffnen. Als erstes startete das Tambourcorps Weeze mit einer "musikalischen Überraschung" für die Zuschauer. Anschließend folgte eine Rede des Vorsitzenden des Verkehrsvereins, Marco Scuderi. Darin betonte er die tolle Bereitschaft der Weezer Vereine, sich gegenseitig zu unterstützen, egal in welcher Situation und zu welchem Zeitpunkt.

Ulrich Francken, Bürgermeister der Gemeinde, erinnerte in seinen Begrüßungsworten zum Kirmesauftakt an die Anfänge der Kolpingfamilie. Sie wurde in der Nachkriegszeit als christlicher Verein gegründet, um Menschen in dieser schwierigen Zeit zusammenzubringen. Diese Werte haben die Mitglieder der Kolpingfamilie bis in die Gegenwart transportiert, wie Bürgermeister Francken in seiner Ansprache herausstellte.

Bevor sich der Fokus auf den amtierenden Festkettenträger richtete, brachte noch der Musikverein Weeze ein Stück aus seinem reichhaltigen Repertoire zum Besten. Dann aber zog Johannes van Hall, der mit seinen Adjutanten Franz-Josef Dinnessen und Heinz Schwevers das Amt von Hans-Georg Slooten aus dem Vorjahr übernommen hatte, das Interesse auf sich. Auch er unternahm in seiner Rede einen Exkurs in die Vergangenheit. Er beschäftigte sich mit Adolph Kolping, der den Vorläufer des Kolpingvereins gründete. Ihm war immer das gemütliche Beisammensein wichtig gewesen. "Man sieht, dass auch heute noch viel von Kolping übrig ist, da so viele Vereine anwesend sind", betonte van Hall.

Danach folgten das Tambourcorps Herongen, das die Veranstaltung musikalisch unterstützte, und das traditionelle Fahnenschwenken. Den Abschluss bildeten dann alle Musikvereine, die gemeinsam ein Stück spielten. Bevor der Festauszug begann, ließen die Kinder der Kolpingjugend noch ihre Luftballons in den Himmel steigen.

Damit war der offizielle Teil beendet, der Kirmesspaß war aber noch lange nicht vorbei. Alle Anwesenden waren herzlich eingeladen zu der folgenden Tanzveranstaltung im Festzelt. Und das mussten sich viele nicht ein weiteres Mal sagen lassen. Auch hier war wieder der Geist von Adolph Kolping spürbar: Gemeinsam feierten die Weezer bis in den späten Abend.

Quelle: RP
 
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