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Weeze
"Wellenbrecher" verwertet zurückgelassene Zelte

Parookaville 2016: Impressionen vom ersten Tag
Parookaville 2016: Impressionen vom ersten Tag FOTO: Julian Binn
Weeze. Wer schon einmal auf einem Festival gezeltet hat, kennt das: Wenn die Besucher wieder abrücken, bleibt eine Menge zurück. Viele machen sich nicht die Mühe, ihre Campingausstattung wieder abzubauen und mitzunehmen. Vieles, was vielleicht noch brauchbar war, wanderte so auf den Müll.

In Weeze haben sich Festivalmacher und Gemeinde zu einer ungewöhnlichen Aktion entschieden. Direkt nach dem Abschied der Camper am Sonntag machte sich ein Team des "Wellenbrechers" auf den Weg zum Gelände. "Denn es ist kaum zu glauben, was die Leute da alles an gut erhaltenen Gegenständen zurücklassen", sagt Georg Coenen vom Ordnungsamt der Gemeinde Weeze. Es sei viel zu schade, wenn diese Dinge einfach auf dem Müll landen.

Ganze Zeltausstattungen sind zurückgeblieben, die die Mitarbeiter des "Wellenbrecher" abgebaut und erst einmal eingelagert haben. "Es wird jetzt überlegt, diese Zelte zu verkaufen, der Erlös soll in die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit fließen", so Coenen.

Auch einige zurückgelassene Stühle sind eingesammelt worden. Sie könnten der Asylbewerberunterkunft zur Verfügung gestellt werden. Die Sammelaktion auf dem Gelände war in Abstimmung zwischen Veranstalter und Gemeinde organisiert worden.

Ohnehin habe die Kooperation gut geklappt. "Für Weeze war das eine tolle Sache, die Jugendlichen hier sind richtig stolz darauf, dass ein solch großes Event in ihrer Gemeinde stattgefunden hat", erläutert Coenen. Zudem gab es viele Beziehungen nach Weeze, so waren auch heimische Betriebe in das Festival eingebunden.

Auch dem Bürgermeister hat es offenbar gefallen. Der soll angesichts der großen Besucherzahl scherzhaft angekündigt haben, beim Kreis Kleve den Antrag zu stellen, Weeze zur größten Stadt im Kreis zu erklären.

(zel)
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