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Kevelaer
Wie Gastfamilien junge Flüchtlinge betreuen können

Kevelaer. Informationsveranstaltung in Kevelaer am Dienstag im Forum der Öffentlichen Begegnungsstätte.

Neben den vielen Familien und Erwachsenen aus Syrien, dem Irak und anderen Ländern sind in den vergangenen Monaten auch sehr viele jugendliche Flüchtlinge ohne ihre Eltern oder Familienangehörige nach Deutschland gekommen. Bereits seit 2013 nimmt ihre Zahl beständig zu, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Inzwischen hat der Gesetzgeber auf Bundesebene durch eine Änderung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes ein Verteilungsverfahren eingeführt. Dies wird in den nächsten Monaten dazu führen, dass alle Jugendämter in Nordrhein-Westfalen für eine bestimmte Anzahl von geflüchteten Kindern und Jugendlichen ohne Eltern eine Zuständigkeit übernehmen werden.

Aktuell werden durch die sechs Jugendämter im Kreisgebiet etwa 90 unbegleitete Minderjährige betreut. Häufig geschieht dies zunächst in den "Clearinggruppen", wie sie auch durch das Anna-Stift betrieben werden. Nach einigen Monaten stellt sich die Frage: Was nun? Für einen Teil der Jugendlichen, für die eine Anschlussperspektive nach ihren ersten Monaten in Deutschland gesucht wird, kann eine Gastfamilie eine gute Möglichkeit sein. Gastfamilien sollten Offenheit für andere Kulturen mitbringen und über Zeit für die Begleitung der jungen Menschen verfügen. Geeigneter Wohnraum muss vorhanden sein. Der Aufenthalt eines jungen Menschen wird durch das Jugendamt finanziert. Die Gastfamilien werden durch ein Team erfahrener Pädagogen unterstützt. Geplant ist auch, dass es Aktivitäten der Gastfamilien gibt. Für den Bereich der Stadt Kevelaer arbeiten das Jugendamt und das Anna-Stift gemeinsam an dieser Aufgabe der Betreuung der minderjährigen Flüchtlinge.

Am Dienstag, 17. November, findet eine Informationsveranstaltung des Jugendamts Kevelaer und des Anna-Stifts statt, ab 19 Uhr im Forum Öffentliche Begegnungsstätte Bury-St.-Edmunds-Straße. Eingeladen sind Familien, Lebensgemeinschaften und Paare.

Quelle: RP
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