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Kevelaer
Wild-West-Atmosphäre in Achterhoek

Kevelaer. Auf der JK-Ranch zwischen Kapellen und Sonsbeck drehte sich einen Nachmittag lang alles um das Rodeo-Reiten. Dabei ging es in unterschiedlichen Klassen um Tempo und Geschicklichkeit. Amerikanisches Flair bestimmte das Ambiente. Von Dana Goossens

Eigentlich kennt man das Rodeo-Reiten nur vom amerikanischen Kontinent. Doch eine abgewandelte Form konnten die Besucher jüngst auf der JK-Ranch bestaunen. Das reitersportliche Kleinod liegt inmitten der niederrheinischen Landschaft zwischen Achterhoek und Sonsbeck, es gehört im weitesten Sinne zum Winkelschen Busch.

Einen sehr viel besseren Ort hätte man für diese Veranstaltung wohl kaum finden können. Dieser Ansicht dürften auch viele Besucher gewesen sein, die nicht allein wegen des bloßen Zuschauen den Weg zur JK-Ranch gefunden hatten. Wer wollte, konnte sich aktiv in die Veranstaltung einbringen, die von dem "Limited Rodeo Riders"-Verein durchgeführt wurde.

"Was wir hier machen, hat nicht direkt etwas mit dem amerikanischen Rodeo zu tun. Das dort praktizierte Bull Riding interessiert uns diesmal nicht", erzählt Veranstalter und Moderator Torsten Rausch. "Es geht nicht ums Buckeln, sondern um Geschicklichkeit gegen die Uhr." Denn es gibt fünf verschiedene Disziplinen, in denen die Reiter mit ihren Pferden auf Zeit gegeneinander antreten müssen. "Wir wollten diesen besonderen Sport nach Deutschland bringen", erklärte Rausch. "Im letzten Jahr haben wir schon unser zehnjähriges Bestehen gefeiert. Wir möchten den Sport hier populär machen."

Das scheint zu funktionieren. Eine Vielzahl an Reitern hatte sich auf dem Reitplatz eingefunden, um an dem Turnier teilzunehmen. Dazu wurden sie in fünf verschiedene Klassen eingeteilt. Von den Kindern und Jugendlichen bis zum Open, also den Profis, waren auf der JK-Ranch alle Altersklassen vertreten. Lena Schmidt ritt in der Youth-Klasse und meinte: "Es macht echt Spaß. Ich reite schon seit sieben Jahren. Ich finde die vielen verschiedenen Disziplinen, die diese Sportart ausmachen, einfach großartig."

Auch Mayleen Hansen gefällt das Turnier. Sie belegte in der Junior-Klasse den vierten Platz. "Es ist schön, und ich war schnell", sagt sie. Die Zufriedenheit war der jungen Reiterin ins Gesicht geschrieben. Auch ihre Großeltern empfinden das Rodeo als eine prima Abwechslung zur normalen Reiterei. "Es ist alles etwas lockerer, nicht so steif", erzählt Karl-Heinz Reimann. Vor allem den Kindern mache es enorm viel Spaß.

Auch die Wetterbedingungen am Veranstaltungstag sorgten bei den Aktiven und Gästen für eine gute Atmosphäre. Diese wurde unterstützt durch Country-Musik. Überall sah man Zuschauer mit Cowboystiefeln und entsprechenden Hüten auf den Köpfen. Der Wilde Westen war zum Greifen nah. Die Hungrigen konnten zu Gegrilltem, Pommes oder Waffeln greifen. Am Ende jeder Wettkampfklasse gab es eine feierliche Siegerehrung mit Pokalen und kleinen Geschenken.

Torsten Rausch und Reiterhofbesitzerin Dorothee Spranke sind sich einig, dass das Event nächstes Jahr auf jeden Fall wiederholt werden soll. Vielleicht gibt es dann schon wieder ein paar mehr Reiter, die sich für das Rodeo-Reiten begeistern können.

Quelle: RP
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