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Kevelaer
Wilde Verfolgungsjagd mit 180 Stundenkilometern

Kevelaer. Fahrer im gestohlenen Wagen raste bei seiner Flucht vor deutschen und niederländische Polizisten durch den Südkreis. Von Sebastian Latzel

/ WEEZE Eine wilde Verfolgungsjagd hat nicht nur die Polizei, sondern auch viele Anwohner gestern in Atem gehalten. Wie die Polizei berichtete, war gegen 17.20 Uhr ein schwarzer BMW auf der Autobahn 57 über die Grenze gerast. Den Wagen hatte die Polizei in den Niederlanden schon längere Zeit verfolgt, weil das Kennzeichen als gestohlen gemeldet und vermutlich auch der Wagen gestohlen war. Der flüchtende Wagen soll mit großem Tempo über die Autobahn gejagt sein. Ein Polizeisprecher berichtete, dass der BMW mit 180 Stundenkilometern über den Standstreifen gerast sei.

An der Ausfahrt Goch fuhr der Wagen von der Autobahn ab und raste dann gewissermaßen quer durch den ganzen Südkreis. An Weeze vorbei ging es nach Kevelaer. Auf der B 9 soll die Polizei kurz Sichtkontakt mit dem flüchtenden Wagen gehabt haben. Die Beamten konnten ihn aber nicht stoppen. So überließen sie die Verfolgung hauptsächlich den Hubschraubern. Auch weil es zu gefährlich gewesen wäre, bei dem hohen Tempo über Landstraßen zu fahren.

Von Kevelaer ging es auf der L 361 (Walbecker Straße / Kevelaerer Straße) über Lüllingen nach Walbeck weiter an Auwel-Holt vorbei nach Straelen. Über die Bundesstraße 58 flüchtete der Wagen dann schließlich wieder auf die niederländische Seite.

Die deutschen Polizeiwagen brachen die Verfolgung ab, der deutsche Hubschrauber blieb dem Wagen allerdings auf den Fersen. Über zwei Autobahnen raste der BMW Richtung Venlo und dann weiter nach Roermond. Dort fuhr der bislang unbekannte Fahrer von der Autobahn ab und lenkte seinen Wagen in die Tiefgarage eines Elektromarktes. Hier ließ er den Wagen zurück und flüchtete zu Fuß. Am späten Abend war er noch flüchtig.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gab es bei der wilden Fahrt glücklicherweise keine Verletzten und auch keinen Sachschaden.

Quelle: RP
 
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