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Kevelaer
Zur Sicherheit: Schwimmkurs für Flüchtlinge

Auch in diesem Jahr hat es schon mehrere Badeunfälle gegeben. Anfang Juni ist in Goch ist ein zehnjähriger Junge aus Albanien beim Spielen in der Niers ertrunken. Vergangene Woche ertrank ein 19-jähriger Flüchtling aus dem Iran, als er die Ruhr durchschwimmen wollte.

Vor allem viele Flüchtlinge können nicht oder nicht richtig schwimmen. In den Freibädern im Gelderland habe es bisher aber noch keine Probleme gegeben, sagen die Schwimmmeister und Betreiber. Am Eyller See in Kerken sei beispielsweise die DLRG an den Wochenenden da. Auch in Walbeck im Waldfreibad haben die Mitarbeiter ein wachsames Auge auf mögliche Nichtschwimmer, sagt Friedhelm Lange: "Es gibt Menschen, die springen ins Wasser, obwohl sie nicht schwimmen können. Das hören wir immer wieder. Aber bei uns sind die Vorfälle überschaubar. Bei Besuchern, die zum ersten Mal bei uns sind, sind wir ganz besonders wachsam." Deshalb reiche die normale Besetzung, um die Sicherheit zu gewährleisten. Das Hexenland in Sevelen hat sein Personal ebenfalls nicht aufgestockt, sagt Sebastian Terschüren: "Die meisten Flüchtlinge hier können schwimmen. Personell sind wir eh gut aufgestellt und die Baderegeln stehen am Eingang vom Bad auf sechs Sprachen."

Laut Helmut Langenberg vom Freibad in Kevelaer gebe es auch dort keine Probleme. Einen Vorfall gab es aber in der Saison: "Einmal mussten wir eingreifen bei einem Jungen aus Pakistan. Der ist vom Drei-Meter-Brett gesprungen und hat wohl die Tiefe falsch eingeschätzt. Weil er den Boden sehen konnte, dachte er, dass er da auch stehen kann." Passiert ist zum Glück nichts. Die zwei Schwimmmeister und die Mitarbeiter haben die möglichen Brennpunkte wie Rutschen und Sprungbretter eh immer im Blick. Dazu kommen Schwimmer der DLRG, die zusätzlich aufpassen. Dass es nicht mehr Zwischenfälle gab, ist aber auch Verdienst des KSV, sagt Langenberg: "Asylbewerber konnten einen Schwimmkurs im Hallenbad machen."

(see)
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