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Kleve
1, 2 oder 3 plus Memory: Im Allround gibt es jetzt "Speedcourt"

Kleve. Mit der Gruppe "Salvea" bekommen Reha und Gesundheitsvorsorge noch höheren Stellenwert. Interaktives neues Sportgerät. Von Anja Settnik

Ein bisschen Memory, ein bisschen 1, 2 oder 3. Im Klever allround-Sportstudio, das inzwischen bekanntlich "salvea" heißt, gibt es neuerdings einen "Speedcourt", ein elektronisch gesteuertes Gerät zur Optimierung von Geschwindigkeit und Koordination. Es ist für Kinder, Erwachsene bis ins hohe Seniorenalter, für (Wieder-)Einsteiger, Breiten- und Spitzensportler geeignet. Und steht gegen Bezahlung jedermann zur Verfügung.

In den Trainingsräumen vieler großer Fußballclubs ist er schon im Einsatz, der "Speedcourt". Auf einer Fläche von fünf mal fünf Meter sind zwölf grüne Kästchen zu sehen. Sie sind mit Sensoren optisch und numerisch unterlegt. So lässt sich jede Bewegung festhalten - und die Bewegungen, man ahnt es schon, kommen durch den Kontakt zum Sportler zustande. Man springt aber nicht irgendwie, sondern wie der Computer es vorgibt. Auf einem Bildschirm werden kurz die Feld-Nummern und die Begriffe angezeigt, die dann abzulaufen sind - in einer nicht kalkulierbaren Reihenfolge, versteht sich. Für den Speedcourt gibt es nahezuunzählige Programme, er lässt sich für jedes Niveau und jeden Fitnesszustand einstellen.

Der Vorteil: "Mit diesem System lassen sich Schnelligkeit und Reaktionszeiten trainieren und entscheidend verbessern", sagt Studio-Leiter Patrick Prehm. Das gelte für kognitive Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Entscheidung und räumliche Orientierung ebenso wie für motorische Aspekte, als da wären wie Koordination und Reaktion. "Was für Spitzensportler exzellent funktioniert, werden wir bei uns im Rahmen des Trainings und der Rehabilitation nutzen", erläutert Patrick Prehn. Das neue Angebot richtet sich also ebenso an Hobbysportler, die erst richtig fit werden wollen, als auch an "Profis". Oder eben an Menschen, die nach einer Krankheit oder wegen eines orthopädischen Problems Rehabilitation benötigen.

"Durch exakte Fehleranalysen bietet das System Möglichkeiten zur Optimierung und Steuerung des Trainings und der Leistung, aber auch zum langfristigen Leistungsaufbau. Man wird schneller auf den Beinen - und dabei fit im Kopf", betont Physiotherapeut Sebastian Kaul, der den Speedcourt betreut. Schon in den ersten Tagen, während denen das Gerät zur Verfügung stand, hat es Fans gefunden. Nicht zuletzt unter den Mitarbeitern, die sich gerne aneinanader messen.

"Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Wir freuen uns über jeden, der mit diesem System mehr Spaß beim Training haben möchte", sagt Patrick Prehn. Auch Kindern mit Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) oder Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) soll es gut tun, schließlich müssen sie sich während der Ausführung konzentrieren und sehr koordiniert bewegen - sogar Matheaufgaben lassen sich einstellen und springend "lösen". "Jeder kann hier für seine eigene Sportart trainieren - ob für Fußball, Tennis oder Golf", betont Sebastian Kaul. Der Speedcourt kann stundenweise (mit Trainer) oder im Rahmen eines höheren Mitgliedsbeitrags gebucht werden.

Quelle: RP
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