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Kleve
1,4 Millionen Euro für Materborns Stadion

Kleve: 1,4 Millionen Euro für Materborns Stadion
Blick auf die Rasenplätze von Siegfried Materborn. Dort soll in diesem Jahr mit dem Bau des Sporzentrums Oberstadt begonnen werden. FOTO: Stade
Kleve. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau des Sportzentrums Oberstadt begonnen werden, das von den Vereinen Siegfried Materborn und SSV Reichswalde genutzt wird. In Rindern entstehen ein Kunstrasenplatz und eine Leichathletikanlage. Von Marc Cattelaens

Fünf Jahre nach der Empfehlung der Sporthochschule Köln, in Kleve vier Sportzentren zu errichten, kommt langsam Bewegung in die Sache. Nachdem bislang nur die Sportanlage von BV/DJK Kellen umgesetzt wurde, soll noch in diesem Jahr mit dem Bau des Sportzentrums Oberstadt auf dem Gelände des Sportvereins Siegfried Materborn begonnen werden.

Das ist der aktuelle Stand: Im Haushalt 2017 stehen zum Bau des Sportzentrums Oberstadt 1,4 Millionen Euro bereit. Dafür sollen zwei senkrecht zur Materborner Allee liegende Kunstrasenplätze gebaut werden, die das bisherige Hauptspielfeld von Siegfried Materborn ersetzen sollen. Dafür fällt die Aschebahn, die derzeit noch den Rasenplatz umrundet, weg. Bereits zu Beginn des Jahres wurden entlang des Walls, der den Sportplatz von der Materborner Allee trennt, Bäume und Sträucher gerodet.

Mit der Planung und Umsetzung der Maßnahme hat der Fachbereich Tiefbau das Architektenbüro GEO 3 aus Bedburg-Hau beauftragt. Konkret lautet der Auftrag, eine Empfehlung für den Ausbau des Sportzentrums auszuarbeiten und die Kosten hierfür zu ermitteln. "Das ist bereits geschehen. Die Ergebnisse liegen vor", sagte gestern auf Anfrage Kleves Stadtkämmerer Willibrord Haas.

Zu den Inhalten wollte er jedoch nicht Stellung nehmen. Der Hintergrund: Das Sportzentrum Oberstadt soll in erste Linie von den Vereinen Siegfried Materborn und SSV Reichswalde genutzt werden, die bislang noch auf eigenen, beziehungsweise gepachteten Sportstätten spielen. Wie genau die Aufteilung geschehen soll und wieweit sich die Vereine an den Kosten beteiligen beziehungsweise eine Pacht übernehmen, soll erst noch mit den Vereinen abgesprochen werden, bevor man an die Öffentlichkeit gehen will.

Auf jeden Fall wolle man mit der Umsetzung der Baumaßnahme noch in diesem Jahr beginnen, so Haas, der allerdings auch gleich einschränkte: "Umsetzung heißt nicht Fertigstellung." Bevor mit dem Bau begonnen werden könne, seien noch wichtige Fragen zu klären, so der Kämmerer. "Dabei geht es unter anderem um den Zugang von der Straße aus, um Schallschutz und um Entwässerung", deutete Willibrord Haas an.

Ebenfalls freuen dürfen sich die Rinderner. Dort wird der bisherige Ascheplatz für den Erweiterungsbau der Gesamtschule benötigt. Die soll nun eine ganz neue Sportanlage erhalten, und zwar in direkter Nähe des Areals des Rinderner Sportvereins. Als Ersatz für den Ascheplatz ist ein Kunstrasenplatz geplant, den auch der SV Rindern nutzen kann. Für den Schulsport wird noch weit mehr geschaffen: Auf dem Areal sollen eine 100 Meter lange Kurzstreckenlaufbahn, zwei Weitsprunganlagen und eine Kugelstoßanlage gebaut werden. 600.000 Euro stehen insgesamt im Haushalt dafür zur Verfügung. Auch hier wurde das Architektenbüro GEO 3 mit der weiteren Planung und Umsetzung der Maßnahme beauftragt.

Dass alles so umgesetzt werden kann, wie geplant, ist allerdings noch nicht sicher. Denn es fehlen noch Genehmigungen der Bodendenkmalbehörde. Weil der ehemalige Prinz-Moritz-Graben überbaut werden würde, holt die Stadt Angebote für eine archäologische Baubegleitung ein. Außerdem wurde die Bodendenkmalbehörde darüber informiert, dass im Bereich des Grabens Probeschürfungen geplant sind, um den Untergrund besser begutachten zu können.

Quelle: RP
 
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