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Kleve-Kellen
15-Jährigen ausgeraubt und in Spoykanal geworfen

Kleve-Kellen. Zwei Studenten retten den Jugendlichen vor dem möglichen Ertrinken. Vier Verdächtige auf der Flucht. Von Dieter Dormann

"Fassungslos!!!" So beginnt der Eintrag, den eine 49-jährige Kleverin als Mutter eines 15-Jährigen am Sonntag um 3.54 Uhr im Internet veröffentlicht hat. "Fassungslos" hatte die Frau gemacht, was nur etwa sechseinhalb Stunden zuvor am Spoykanal-Ufer passiert war und was sie in ihrem Internet-Eintrag schildert:

Gegen 21.20 Uhr war ihr Sohn laut dem Internet-Eintrag und Polizeiangaben von gestern am Kanalufer mit seinem Fahrrad auf dem Weg nach Hause unterwegs. In der Nähe der B-9-Unterführung sprachen zwei Männer und zwei Frauen den Jugendlichen an. Der Radler reagierte, stieg ab und redete kurz mit dem Quartett - dann wollte der Junge weiter. Doch einer der Männer schlug dem Jugendlichen ins Gesicht. Der 15-Jährige stürzte. Dabei fiel ihm sein Handy aus der Jackentasche. Seine Angreifer raubten nicht nur das Mobiltelefon, sondern auch die Geldbörse des Jungen, in der Dokumente und eine Bankkarte waren. Danach schubste ein Täter den Jungen in den Kanal, warf dessen Rad hinterher und flüchtete mit seinen Kumpanen. Da sich die Kleidung des Ausgeraubten im Spoykanal schnell voll Wasser saugte, drohte er zu ertrinken. Er schrie deshalb um Hilfe. Zwei Studenten - vor einem Wohnheim in der Nähe wurde eine "Party" gefeiert - hörten seine Rufe und waren innerhalb kurzer Zeit am Kanalufer. Sie konnten den 15-Jährigen aus dem Wasser ziehen und ihn so wohl vor dem möglichen Tod durch Ertrinken retten.

Mit ihrem Handy alarmierte einer der Studenten die Mutter des Jungen. Mit trockenen "Wechsel-Klamotten" eilte die 49-Jährige zu ihrem Kind. Nach dem Umziehen gingen Mutter und Sohn zur Polizei, wo sie gegen 22 Uhr Anzeige erstatteten. Die vier mutmaßlichen Räuber waren laut Angaben des jugendlichen Opfers alle 20 bis 25 Jahre alt. Bekleidet waren sie mit schwarzen Kapuzenjacken. In Kürze will die Polizei das 15-jährige Opfer und einen der Studenten intensiver befragen. Wann das passiert, war gestern noch unklar. Der Jugendliche hatte als Rufnummer nur die Nummer seines Handys angegeben. Doch das Mobiltelefon haben nun die Räuber - wenn sie einen Polizei-Anruf annehmen, wäre der Fall geklärt.

Quelle: RP
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