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Kleve
15 Jahre Stadtschulpflegschaft in Kleve

Kleve: 15 Jahre Stadtschulpflegschaft in Kleve
Feier im Lehrerzimmer des Konrad-Adenauer-Schulzentrums in Kellen. FOTO: Klaus Dieter Stade
Kleve. Feier im Kolpinghaus der Stadt Kleve. Seit 15 Jahren haben alle Schulen in der Stadt Kleve eine gemeinsame Stimme zur Stadtverwaltung über dieses Gremium. Festrede von Ehrenvorsitzenden Jörg Cosar. Von Matthias Grass

Es war zwar nur eine kleine Runde, die sich zunächst mit einigen Schulpflegschaftsvorsitzenden im Lehrerzimmer des Konrad-Adenauer-Schulzentrums (KAG) in Kleve-Kellen traf, um für die Vielfalt schulischer Probleme in der Stadt eine Stimme zu finden. Aber auch, um so ärgerliche Abstimmungsprobleme wie bei den von jeder Schule anders festgelegten beweglichen Feiertagen zu lösen.

Das ist jetzt 15 Jahre her. Aus dem anfänglichen Treffen mit manchmal endlos scheinenden Diskussion wurde vor allem unter dem Vorsitz von Jörg Cosar, weiland Chef der Schulpflegschaft am Konrad-Adenauer-Gymansium, eine Veranstaltung, an der bald regelmäßig Bürgermeister und die Fachbereichsleiterin für Schule und Sport teilnahmen. Ein Gremium, auf dem schulische Probleme angesprochen werden, die über den eigenen Schulhof hinaus gehen.

Cosar, der das Gremium vor allen in den ersten Jahren als Vorsitzender entscheidens mitprägte, hielt jetzt im Klever Kolpinghaus auch die Festrede anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Stadtschulpflegschaft, deren Vorsitzende derzeit Martina Schaale von der KAG-Schulpflegschaft ist.

Cosar hat als Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft und vor allem als Schul-Politiker der Klever CDU den grundlegenden Umbau der Schullandschaft in der Kreisstadt mit. Eine Veränderung auch für die Stadtschulpflegschaft: "Angetreten waren wir als Stadtschulpflegschaft in der Vertretung von 22 Schulpflegschaften. Heute sind es noch zwölf Schulen, die Schüler aufnehmen", blickte Cosar zurück.

Tatsächlich mussten in den zurückliegenden Jahren kleine Grundschulöen schließen, die Hauptschulen laufen aus und es gibt nur noch eine Sekundarschule. Die Realschule an der Hoffmannallee wurde Gesamtschule und das Sebus-Gymansiums musste aufgelöst werden. Es sei zurückblickend ein segen, dass das land zum Schulkonsens gefunden habe, der erst langfristige Schulentwicklungen möglich macht. Denn in der regel sei der Kompromiss gefragt.

Cosar hatte in seiner Rede aber auch die ganz aktuelle Entwicklung im Blick: "Derzeit kommen viele Menschen aus anderen Ländern zu uns, etliche nicht als Besucher, sondern um hier - evtl. vorübergehend, evtl. auf Dauer - Schutz, Arbeit, ein besseres Leben zu finden, auf jeden Fall eine Weile zu bleiben. Die Mitte Europas war schon immer Migrationsland", sagt der CDU-Politiker, der in seiner Rede zuvor auch dien sorgfältoge Umsetzung der Inklusion einforderte. Zum,al bei Scvhule allzu oft zwischen der guten Idee, Planung und Anspruch ein großes Loch klaffe.

Man müsse die Herausforderung annehmen und weiter dafür sorgen in Kleve ein Schulsystem zu erleben, was allen Kindern gerecht wird. "Diesen Weg will die Stadtschulpflegschaft begleiten. Bürgermeister, das Schulamt mit Annette Wier, die Vorsitzende des Schulausschusses und auch wenn gewünscht die Schulräte sind regelmäßige Teilnehmer der Sitzungen und so werden bei gemeinsamen Problemstellungen auch nach optimierten Lösungen gesucht und an die Verwaltung und die Politik weitergegeben", blickt Cosar auf die Arbeit seiner Nachfolger.

Und der Blick nach vorn zeigt, dass für Kleve immense Investitionen in die Schullandschaft anstehen: Weit über über 30 Millionen Euro wird die Stadt noch auf den Tisch des Hauses blättern müssen, damit die neue Landschaft auch die richtigen Häuser hat, damit das KAG endlich saniert ist. Cosar, immer noch Schulpolitiker, begrüßt den Willen der Stadt, die Gelder auch zu investieren. "Denn in einem sind wir uns wohl alle einig, wir wollen die bestmögliche Schulqualität in all unseren Schulen gewährleisten", sagt er.

Für die künftige Zusammenarbeit mit Kleves erstem Bürger als Verwaltungsleiter hatte Martina Schaale jedem der Kandidaten eine Hufeisen mitgebracht. Für den verhinderten Grünen-Kandidaten Artur Leenders nahm Michael Bay den Glückbringer entgegen.

Quelle: RP
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