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Kleve-Rindern
15.000 Euro für das Museum in Rindern

Kleve-Rindern: 15.000 Euro für das Museum in Rindern
Volkhard Wille (Mitte) überreicht dem Vereinsvorsitzenden Josef Gietemann (links) und Museumsleiter Roland Verheyen (rechts) die Zusage. FOTO: Gottfried Evers
Kleve-Rindern. Das Museum Forum Arenacum hat von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung eine schriftliche Zusage über einen finanziellen Zuschuss erhalten. Mit dem Geld soll der weitere Ausbau des Dachbodens bezahlt werden. Von Sabrina Peters

Die Natur, Heimat und Kultur zu fördern, das ist die Intention der Nordrhein-Westfalen-Stiftung. Die Gelder und Hilfen dazu sollen nicht nur großen Museen zu Gute kommen, sondern auch den kleinen, teils ehrenamtlich betriebenen Kulturstätten. Eines, das nun schon zum dritten Mal davon profitiert, ist das Museum Forum Arenacum in Rindern. Josef Gietemann, Vorsitzender des Vereins für Kultur und Geschichte Rindern, nahm von Volkhard Wille, Mitglied im Vorstand der NRW-Stiftung, die schriftliche Zusage einer Förderung in Höhe von 15.000 Euro entgegen.

Dieser Geldbetrag soll in der nächsten Zeit gemeinsam mit einem weiteren Zuschuss der Erich Tönnissen-Stiftung dazu dienen, das Dachgeschoss des Hauses in Rindern auszubauen, in dem sich das Museum befindet. Durch die mehr als 100 Quadratmeter zusätzlich geschaffene Fläche möchte sich der Verein noch attraktiver zeigen können.

"Ein Stillstand ist ein Rückschritt", sagt Gietemann. Deshalb habe man bereits die beiden ersten Förderungen der NRW-Stiftung dazu genutzt, das Haus angemessen zu gestalten. Mit dem weiteren Ausbau des Dachbodens wolle man einen erneuten Schritt nach vorne machen, erklärt Gietemann. "Da wir aber nur über ein geringes Eigenkapital verfügen, wäre das ohne diese Zuschüsse nicht machbar."

Einen Bauantrag hat der Vorsitzende des Vereines für Kultur und Geschichte in Rindern für den Ausbau des ersten Teils des Dachbodens, der denkmalgeschützt ist, bereits gestellt. "Ich gehe davon aus, dass er auch in den nächsten Tagen bewilligt wird", meint Gietemann zuversichtlich, dass die Handwerker bald mit ihrer Arbeit beginnen können. Für den zweiten Teil müsse der Form halber noch ein weiterer Antrag gestellt werden. Auch da geht Gietemann davon aus, dass dies nur eine reine Formsache sein dürfte.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, bietet der Dachboden mit mehr als 100 Quadratmetern genügend Platz für Versammlungen, Veranstaltungen und Ausstellungen. So sollen auf der dann fertig gestellten Fläche Exponate des verstorbenen Hobbyarchäologen Helmut Langfeld gezeigt werden, von dessen Sammlung bereits ein kleiner Teil auf den schon bestehenden 90 Quadratmetern zu sehen ist. Es handelt sich dabei um wertvolle, römische und andere ausgewählte Fundstücke. Die anderen Teile der kompletten Sammlung sollen nach und nach ebenfalls in Rindern ausgestellt werden.

Der erneute Ausbau des Hauses hilft dabei, Ausstellungen wie die von Langfeld zu realisieren. Die NRW-Stiftung war früher schon einer der Unterstützer, damit der Verein das Haus ausbauen und einrichten konnte. "Mit der erneuten Förderung möchten wir auch das herausragende Engagement der Vereinsmitglieder unterstützen, die das Museum seit gut 15 Jahren ehrenamtlich führen", sagte Volkhard Wille bei der Überreichung der Zusage des Zuschusses im Museum Forum Arenacum. Das Mitglied im Vorstand der NRW-Stiftung zeigte sich begeistert von den keltischen, römischen und fränkischen Funden aus Rindern und Umgebung sowie insbesondere von den Bronzefunde aus Düffelward, den keltischen Münzen oder dem römischen Gebrauchsgeschirr, das auf der bereits bestehenden Fläche gezeigt wird.

Quelle: RP
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