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Bedburg-Hau-Moyland
20 Jahre Weihnachtsmarkt Schloss Moyland

Bedburg-Hau-Moyland. Ex-Bürgermeister Hans Geurts und Johannes Look fürchten um den Fortbestand des Spektakels. Von Matthias Grass

Zwei Jahrzehnte gibt es den Weihnachtsmarkt um Schloss Moyland schon. Trotzdem soll der Markt intern wieder in der Diskussion stehen, sagt Ex-Bürgermeister Hans Geurts: Es gäbe wieder Differenzen. Tatsächlich war die Fortsetzung des Marktes aufgrund der von der Gemeinde getragenen Verluste immer mal wieder diskutiert worden.

Eigentlich wollten Geurts und Moylands Verwaltungsdirektor Johannes Look im RP-Gespräch auf die Geschichte des Marktes zurückblicken. Darum trommeln sie jetzt für den Markt, der eine Erfolgsgeschichte sei, sagen sie. "Wir haben damit fast 1,5 Millionen Menschen in die Gemeinde gezogen", sagt Look.

Geurts hatte das Spektakel vor 20 Jahren angestoßen und in Moyland zunächst Look und kurz darauf auch Sammler Hans van der Grinten überzeugen können, den gemeindlichen Weihnachtsmarkt rund um das Schloss zu veranstalten. 1998 standen erstmals die Buden entlang des Burggrabens. Die Ursprungsidee zu einem Weihnachtsmarkt im Gemeindezentrum habe eigentlich Wilhelm Goebels gehabt, damals Leiter des Heilpädagogischen Heims in Bedburg-Hau, erinnert sich Geurts. Er selbst sei vom Klever Weihnachtsmarkt unter der Schwanenburg fasziniert gewesen. "Wir hatten jedoch kein Stadtzentrum wie Kleve mit einer Burg in der Mitte - aber wir hatten Moyland", sagt Geurts. Das sei ein zentraler Punkt in der damals noch ziemlich dezentral aufgestellten Gemeinde, es sei ein Fixpunkt, um den sich eine Budenstadt entwickeln ließe, erklärt Geurts. Das habe er aber damals erst durchsetzen müssen - sogar in der eignen Gemeinde, blickt er auf die Anfangszeit vor 20 Jahren zurück. Es gab keine Bus- und keine Bahnverbindung nach außerhalb. Und die Parkplätze waren auch nicht gerade üppig dimensioniert. Außerdem wollte Geurts einen Markt, den es so noch nicht gab. Einen Markt, auf dem es hochwertiges Kunsthandwerk und Mutters Küche gab. "Pommes und Fast Food wollten wir nicht - dafür wurden wir kritisiert. Aber das war alles ein Alleinstellungsmerkmal", erklärt Geurts, der auch mit diesem Konzept überzeugte. Später baute die Gemeinde noch zwei weitere Parkplätze. "Die Idee wurde von der Gemeinde an uns herangetragen - und wir haben sie dann zusammen umgesetzt", erinnert sich Look.

Schon im ersten Jahr strömten die Besucher, Moyland als Ausnahmemarkt sprach sich herum. In Kleve hingegen ging die Tradition, Weihnachten am Fuße der Burg zu feiern, verloren. Dort zog man später nach Moyländer Vorbild ebenfalls in einen Park weit draußen.

Quelle: RP
 
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