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Kreis Kleve
214. Kreissynode mit Selbstkritik

Kreis Kleve. Die Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises Kleve beginnt am Samstag, 4. Juni, in der evangelischen Kirche Uedem mit einem Abendmahlsgottesdienst um 8.30 Uhr. Es predigt Gabriele Schwärzl, Pfarrerin am Berufskolleg in Kleve. Die Tagung wird fortgesetzt um 10.30 Uhr im Gemeindehaus in Uedem.

Auf der Tagesordnung steht der Bericht der "Ökumenischen Visite". Die Evangelische Kirche im Rheinland wurde von Kirchenleitenden aus der weltweiten Ökumene im Juni 2015 zehn Tage lang besucht und unter die Lupe genommen. Dabei herausgekommen ist ein lesenswerter Bericht, welcher der Kirche einen "liebevollen Spiegel" vorhält, jedoch mit Kritik nicht spart. Angemerkt werden darin Unschärfen im Berufsbild Pfarrer/-in sowie die organisatorische und funktionelle Trennung von Wort und Tat in Form der Trennung von Kirche und Diakonie. "Die eine kann nicht ohne die andere sein", so der Bericht. In den 35-seitigen Abschlussbericht führt Landeskirchenrätin Christine Busch ein. Es folgt eine Diskussion über mögliche Konsequenzen des Berichts. Der Nachmittag ist reserviert für Wahlen. Nach den Presbyteriumswahlen in den Gemeinden müssen nun auf Kirchenkreisebene die Fachausschüsse und Aufgaben, wie die der Abordnung zur Landessynode, neu gewählt werden. Zwölf Fachausschüsse setzen sich für bestimmte Themen ein, darunter Diakonie, Umwelt, Frauenfragen, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Finanzen oder Migranten und Aussiedler. Gemeinden haben der Synode dazu Wahlvorschläge gemacht. Am Nachmittag berät die Synode die Einrichtung einer Gleichstellungsbeauftragung und eine Mitmachaktion der Landeskirche: "Wir sind Mitmenschen".

Die Kreissynode tagt zweimal im Jahr und ist das höchste Entscheidungsgremium des Kirchenkreises. Zu den Synodalen zählen zu zwei Dritteln Pfarrer sowie Mitglieder aus den Gemeindepresbyterien. Ein Drittel der Synode speist sich aus kreiskirchlichen Funktionspfarrer/-innen, Fachausschussvorsitzenden und berufenen Mitgliedern.

Quelle: RP
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