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"WDR2 für eine Stadt" in Kleve
25.000 beim Festival - Das war unser Tag

Das war "WDR2 für eine Stadt" in Kleve
Das war "WDR2 für eine Stadt" in Kleve FOTO: Evers, Gottfried
Goch. Das wird Kleve so schnell nicht mehr vergessen: Zehntausende vor der Bühne mit Stars der internationalen Musikszene, noch mehr auf den Straßen der Stadt. Für einen Tag lang hat NRW auf die große Party in der Schwanenstadt geschaut. Von Ludwig Krause

Die Hotels Monate vorher ausgebucht, das Festival-Gelände über Tage hinweg aufgebaut, Verkehrsleitsysteme in der ganzen Stadt ausgewiesen. Kleve hatte sich durchaus vorbereitet auf diesen Tag - und wurde doch von einer Welle der Euphorie erfasst, mit der vorher kaum jemand rechnen konnte. Der Radiosender WDR 2 hat am Samstag die Welt der Unterhaltung in die Schwanenstadt gebracht. Und die hat sich als perfekter Gastgeber präsentiert.

Bunt, bestens gelaunt und vor allem friedlich: Bei einer der größten Partys der Stadtgeschichte hat die Polizei praktisch nichts zu tun gehabt, wie es am Sonntag aus der Leitstelle hieß. Dabei verdeutlichen alleine die Zahlen rund um das Festival-Gelände an der van-den-Bergh-Straße, wie groß dieser Tag für Kleve war: Insgesamt 30 000 Besucher strömten zu den Veranstaltungen in der Stadt, alleine 25 000 davon auf das Open-Air-Gelände.

Über 25 Einlass-Schleusen kamen die Besucher an den Bahnhof, knapp vier Kilometer Kabel waren dort verlegt. Ein kompromissloses Musikfestival im Schatten von Schwanenburg und Stiftskirche: 127 Scheinwerfer, 24 Lautsprecher, 213 Dixie-Toiletten und eine zehn Meter hohe Bühne hatten die Veranstalter aufgebaut.

Andreas Bourani, Madcon und Marlon Roudette rocken Kleve FOTO: Aaron Clamann

Viele der Besucher waren schon seit dem Morgen auf den Beinen, um ganz vorne mit dabei sein zu können - und das obwohl Headliner Andreas Bourani erst um 21.05 Uhr auftrat. Los ging es mit einer Band, die den meisten vorher unbekannt gewesen sein dürfte: Die Nachwuchsmusiker von Fools Errant aus Duisburg machten den Rock-Eisbrecher und zeigten sich nach ihrem Auftritt überwältigt vom Empfang, den Kleve ihnen bereitet hat. "Wir danken euch für diesen unvergesslichen Moment und den unfassbaren Anblick von der Bühne. Das war ein Meilenstein in der Bandgeschichte und auch im Leben jedes einzelnen von uns."

Nichts mehr beweisen muss Max Mutzke. Der Soulsänger hatte sichtlich Spaß in der Schwanenstadt - zunächst akustisch am Koekkoekplatz, später dann im großen Stil auf der Bühne am Bahnhof. "Kleve! Das ist das schönste erste Mal meines Lebens", rief er. Was folgte, war Party-Sound aus Norwegen.

Madcon brachte 15 000 Besucher zum Tanzen - während immer mehr aus der ganzen Stadt auf das Gelände strömten. Spätestens für Marlon Roudette und Andreas Bourani war die Kulisse dann perfekt.

Andreas Bourani, Madcon und Co live in Kleve

Wer den Trubel dann doch als zu groß empfand, konnte ganz bequem vom Sofa aus die Live-Übertragung im Internet verfolgen - oder zu einer der zahllosen Veranstaltungen in der Stadt gehen. Vom Talk mit Jürgen Becker über Koch- und Fußballshows bis hin zur Comedy-Zugabe, die bis Mitternacht dauerte.

Einen großen Nachteil gab es dann doch: Wer einmal gewonnen hat, darf nie wieder am Festival-Wettbewerb teilnehmen. Kleve ist also raus. Es gibt ja aber noch Kalkar, Goch, Kranenburg, Bedburg-Hau, Uedem...

Quelle: RP
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