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Kleve
31. Ostermarkt: Alles rund ums Ei

Kleve. Immer wenn es Frühling wird, laden die Landfrauen zu einem besonderen Markt ein. Im Vorfeld des Osterfests wird auf Haus Riswick viel Kunst und Kulinarisches angeboten. Von Monika Hartjes

Da kam Vorfreude auf den Frühling und das Osterfest auf - beim Besuch des 31. Klever Ostermarktes, der am Wochenende zum elften Mal auf Haus Riswick stattfand. "Mit unserem bunten fröhlichen Angeboten vertreiben wir den Winter", sagte Marlies Wollschläger, Schriftführerin des Landfrauen-Bezirksvorstandes. Seit drei Jahren organisieren die Landfrauen federführend den beliebten Markt. Sie übernahmen diese Aufgabe vom Heimat- und Verschönerungsverein Kleve, waren jedoch bereits von Anfang an mit im Boot.

Das vielseitige Angebot an etwa 50 Ständen - 20 davon im Außenbereich - konnte sich sehen lassen. "Wir legen Wert darauf, dass die Händler hier aus der Region kommen", sagte Hildegard Geurtz, Bezirks-Vorsitzende der Landfrauen. Es gab nicht nur Schönes und Leckeres rund um das Ei, Osterhasen und Huhn oder frühlingshafte Dekorationen, man konnte auch einige Frauen dabei beobachten, wie sie ihr Handwerk präsentierten und die Besucher konnten auch selber aktiv werden. Zudem gab es kreative Kinderaktivitäten und ein tolles kulinarisches Angebot - für Jung und Alt war etwas dabei.

Seit drei Jahren verkauft Britta Pau aus Bedburg-Hau auf dem Ostermarkt ihre handgemachten Kindersachen aus bunten Stoffen. "Das ist hier eine hervorragende Organisation", lobte sie. Auch Lisette Loeffen, die unter anderem "Piepmatztränken" und "Meisenvillen" aus Holz anbot, kommt gerne. "Wegen der tollen Atmosphäre hier", sagte sie. Erstmals war das Theodor-Brauer-Haus dabei. Manuel Gietmann verkaufte Insektenhotels und Nistkästen, die in den Jugendwerkstätten hergestellt wurden. Es gab Tonarbeiten, Schals und Tücher, Schmuck aus Filz und altem Silberbesteck, Handarbeiten aller Art, Naturseife und Betonkunst.

Rieke Maas und Anja Elting aus Rees präsentierten ihre Holzkunst, Figuren aus Stoff und verschiedene Kräuter-Salze boten Beate Prinz und Ulrike te Raa an. Imkerin Angelika Loock hatte Lotionen und Balsam aus Bienenstock-Produkten dabei. Liköre, Marmeladen gab es vom Herveshof Schaphuysen.

Auch die Landfrauen lockten mit einer vielfältigen Palette an österlichen Angeboten. Rund 200 von ihnen waren an diesem Wochenende im Einsatz. Ein leckeres Frühstück bekamen die Besucher bei den Landfrauen von Altkalkar-Hanselaer. Im Café "Op de Dääl" konnten sich die Besucher mit leckerem Kuchen und frisch gebackenen Waffeln von den Landfrauen aus Rees-Haldern-Emmerich verwöhnen lassen, pikante Kartoffelwaffeln konnte man bei den Landfrauen aus Till-Moyland probieren. Kinder durften bei den Landfrauen der Großgemeinde Uedem Palmstöcke basteln, die Palmvögel wurden vor Ort gebacken.

Auch Filzbilder konnten die Kids anfertigen. Bei Korbflechterin Margret Schiffer hatten die Gäste die Möglichkeit, das Handwerk selber auszuprobieren. Auch Margot Jansen ließ sich über die Schulter schauen, sie präsentierte die Kunst des Klöppelns. "Rund 500 Stunden brauche ich für einen Schal", erzählte sie. Die traditionelle ukrainische Kunst des Eierbemalens wurde ebenso gezeigt wie das Sockenstricken auf einer alten Maschine, die aus dem Jahr 1905 stammt und damals 240 Reichsmarkt gekostet hat. "Ich brauche rund eine Stunde für eine Socke", erklärte Strickerin Monika Paes aus Kleve. Die Lepra-Kreise aus Kranenburg-Keeken und Kellen verkauften ihre Handarbeiten für die Lepra-Hilfe. Auch der Erlös des Ostermarktes kommt guten Zwecken zugute. "Unter anderem spenden wir das Geld für die Deutsche Kinderkrebshilfe, ISAR Germany, den Förderverein Kriegskinder und für das SOS-Kinderdorf", sagte Hildegard Geurtz. Wer noch etwas mehr über Haus Riswick erfahren wollte, der konnte sich an den Hof-Führungen zu den Melkzeiten am Samstag- und Sonntagnachmittag beteiligen, wo in kindgerechter Form alles über das Landwirtschafts-Bildungszentrum erzählt wurde.

Quelle: RP
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