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Kleve
50 Jahre Lüftungstechnik aus Kleve

Kleve: 50 Jahre Lüftungstechnik aus Kleve
Krawatte und Jackett waren bei dem schwül-warmen Wetter schnell abgelegt. Dann hielt Geschäftsführer Lukas Verlage im Festzelt vor rund 350 geladenen Gästen einen Rückblick auf ein halbes Jahrhundert Colt in Kleve. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Vor einem halben Jahrhundert siedelte sich die Firma Colt in der Schwanenstadt an. Gestern wurde das Jubiläum mit vielen Gästen im Festzelt auf dem Firmengelände groß gefeiert. Von Marc Cattelaens

Jerome O'Hea, der Enkel des Firmengründers Jack O'Hea, kann sich noch ans Jahr 1966 erinnern, als Colt in Kleve antrat, den deutschen Markt zu erobern. "Es war eine große Herausforderung, die Marke in Deutschland bekannt zu machen. Das ist uns gelungen", sagte er gestern in Rede, die als Videobotschaft im Festzelt an der Briener Straße eingespielt wurde. Dort feierten Geschäftsführer Lukas Verlage mit rund 350 Mitarbeitern, Geschäftspartnern und weiteren geladenen Gästen das 50-jährige Bestehen des technischen Gebäudeausrüsters.

Colt ist erfolgreich. National sind 302 Mitarbeiter bei Colt beschäftigt, davon 150 in der Klever Niederlassung. Für den Hersteller von Systemen für Brandschutz, Klimatechnik und Sonnenschutz war 2015 ein gutes Jahr. "Wir haben mehr Aufträge erhalten und somit unseren Umsatz gesteigert", sagt Geschäftsführer Lukas Verlage, der für die Colt-Niederlassungen in 13 europäischen Ländern verantwortlich ist. Erstmals wurde im vergangenen Jahr die 60-Millionen-Euro-Marke im Auftragseingang geknackt.

Immer wieder macht das Unternehmen mit innovativen Produkten Schlagzeilen, kann sich mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen schmücken. Zweimal wurde Colt für den Deutschen Energieeffizienzpreis (Deneff) nominiert. Mit dem "ClimaTower", der im Derag Livinghotel "Am Viktualienmarkt" eingebaut ist, holte sich die Firma Colt den Innovationspreis in der Kategorie "Gebäude und Gebäudekonzepte" für seine herausragende Energieeffizienz. Das Algen-Haus "SolarLeaf" hat den internationalen Zumtobel-Award 2014 gewonnen. Colt entwickelte mit anderen Firmen das Haus, das durch seine Fassade Licht einfängt, CO2-Emissionen absorbiert und Mikroalgen züchtet, die als erneuerbare Energiequelle Wärme und Biomasse produzieren.

Hinter Geschäftsführer Lukas Verlage liegt ein ereignisreicher Monat. "Berlin - London - Kleve", nannte er drei wichtige Stationen, die ihn in den letzten vier Wochen beschäftigt haben: Im V&A Museum in London, das weltweit führende Museum für Kunst und Design mit jährlich 2,3 Millionen Besuchern, wird derzeit die Biologische Fassade ausgestellt. "Der Bioreaktor war sicherlich einer der größten Marketing-Meilensteine in unserer Geschichte", betonte Verlage in seiner Ansprache.

Die Gäste erfuhren außerdem, dass Colt International jüngst als Aussteller zu Gast auf der "Woche der Umwelt" im Berliner Schlosspark Bellevue war. Eröffnet wurde die fünfte "Woche der Umwelt" von Bundespräsident Joachim Gauck. Unter dem Motto: "Wir werfen Energie nicht einfach weg" zeigte Colt verschiedene Systemlösungen. Die Firma präsentierte unter anderem den "Schornsteindynamo" sowie ein innovatives Sonnenschutz-System zum Schutz des Gebäudes vor Überhitzung und zur Erschließung alternativer Energien an der Fassade.

Verlage ging in seiner Rede auch auf schwierige Zeiten in der Firmen-Historie ein. "Ende der 80er Jahre hatten wir Überkapazitäten und wir mussten unsere Produktion einstellen." Dank der Familie O'Hea sei es aber gelungen, die Insolvenz zu vermeiden. Die Trennung der Geschäftsfelder Brandschutz, Klimatechnik und Sonnenschutz brachte in den nächsten Jahrzehnten dann entscheidende Erfolge.

Quelle: RP
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