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Kleve
500 Euro als "Buße" an Zoll bezahlt

Kleve. Anonymer Verwandter eines ehemaligen Beamten zahlt Wiedergutmachung.

Mit ungläubigen, weit aufgerissenen Augen hat ein Ermittler des Zollamtes in Kleve auf den Inhalt des Kuverts geschaut, das sehr persönliche Zeilen, aber insbesondere Bargeld in Höhe von 500 Euro in 20- und 50-Euro-Stückelung enthielt. Bargeld in der Post an die Zollfahndung gehört bei weitem nicht zum Alltag der Kolleginnen und Kollegen in Kleve. Was also war geschehen? Ein anonymer Verwandter eines offensichtlich bereits seit geraumer Zeit pensionierten Kleverer Zollbeamten konnte und wollte nicht mehr mit seinem schlechten Gewissen leben. Er lebte in der Kenntnis, dass sein Verwandter wohl in den 1970er Jahren mehrfach Wertgegenstände der Zollverwaltung gestohlen hatte. Da ihm als Christ, dies wohl sehr zu schaffen machte, wollte er den Schaden stellvertretend wieder gutmachen. Er schrieb seinen Verwandten belastende, aber nette Zeilen an den Dienstsitz Kleve des Zollfahndungsamtes Essen und fügte 500 Euro Bargeld bei.

Das Geld wurde zum Jahresende wunschgemäß in den Haushalt des Bundesfinanzministers Schäuble zurückgezahlt. Bei wem es sich bei dem seinerzeitigen, nun pensionierten Übeltäter letztendlich handelt, konnte nicht mehr ermittelt werden. Auch wer Geld und Brief in Kleve eingeworfen hat, bleibt wohl ein Geheimnis.

Quelle: RP
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