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Heimat erleben in Kranenburg-Nütterden
Abenteuer in der Oase mitten im Wald

Heimat erleben in Kranenburg-Nütterden: Abenteuer in der Oase mitten im Wald
Die eigene Spannweite mit der eines Seeadlers vergleichen kann man am Walderlebnispfad. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kranenburg-Nütterden. Der Erlebnispfad "Sieben Quellen" in Nütterden lockt jährlich bis zu 40.000 Besucher in die Grenzfeste. Auch Waldkonzerte gehören zu den Attraktionen des ausrichtenden Fördervereins. Zudem wird Pädagogik großgeschrieben. Von Werner Stalder

Der Walderlebnispfad "Sieben Quellen" in Nütterden lockt jährlich tausende Kinder und Jugendliche der Jugendtagungsstätte auf dem Wolfsberg an. Aber auch für Familien aus dem Klever Land sind die zahlreichen Stationen ein Anziehungspunkt, Heimat zu erleben. Hin und wieder lädt der Förderverein "Walderlebnispfad Sieben Quellen e.V." zu Waldkonzerten ein, die in der Vergangenheit viel positive Resonanz in der Bevölkerung fanden. Für Kindergeburtstage, Betriebsausflüge, Schulen, Kindergärten und Familien bietet diese Oase im Wald bei den Sieben Quellen Walderlebnis und Waldpädagogik pur.

Bei einer der Stationen kann man sich mit Maus und Marder messen. An einem Sandkasten sind in unterschiedlichen Abständen Tiersymbole angebracht. Da gibt es die Maus, den Marder, den Fuchs und den Hirsch. Ziel der Station ist es, sich anhand seines eigenen Sprunges in die Sandgrube mit den Tieren zu messen.

"Auf diese Art und Weise werden Informationen über das Können und die Bewegung der Tiere vermittelt", erläutert Revierförster Joachim Böhmer, Geschäftsführer des Fördervereins Walderlebnispfad Sieben Quellen. Spannend ist auch ein "Dschungelpfad".

Ziel dieser Station ist es, dass insbesondere Kinder das Gefühl vermittelt bekommen, mitten im Wald zu laufen und direkten körperlichen Kontakt mit der Natur zu haben. Da verspürt man Lust, auf Entdeckungsreise zu gehen. "Kannst du die Baumarten Buche, Eiche, Birke, Fichte und Kiefer an ihrer Rinde erkennen?", so werden die Kinder und Jugendlichen gefragt, "ertaste mit deinen Händen die unterschiedlichen Oberflächen." Dann gibt es das "Baumtelefon".

Den Besuchern soll vermittelt werden, dass ein Stamm hervorragende Resonanzeigenschaften besitzt. Das Leittier der Station ist der Specht, der einen Baumstamm als Abhöranlage benutzt. Mit den Nistmöglichkeiten für Solitärbienen und Solitärwespen befasst sich eine weitere Station.

Auch um das Alter der Bäume durch Auszählen der Jahresringe zu ermitteln, wurde eine anschauliche Möglichkeit geschaffen. Beim Dedrophon, einer weiteren Station an den Sieben Quellen, laden die Klänge der Hölzer zum gemeinsamen Musizieren ein.

Die einzelnen Klangkörper bei dieser Station bestehen aus unterschiedlichen starken und langen Holzstücken. Mit einem Holzstab können die Besucher auf die einzelnen Holzstücke schlagen und somit unterschiedliche Töne erzeugen. Ein weiterer Höhepunkt ist der "Schau-Meiler".

Ziel dieser Station ist es, dem Besucher etwas über das Handwerk der Köhlerei zu vermitteln und für die Kinder darzustellen, dass die Kohle, die man zum Grillen benötigt, aus Holz hergestellt wird.

Große Freude bereitet den Kindern die Station "Greifvögel". Hier ist das Motto: "Vergleiche deine eigene Spannweite mit der der Greifvögel". Schließlich ist der "Fußpfad" ein Event für die kleinen, aber auch die großen Besucher.

An dieser Station sollen die Besucher ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, mit nackten Füßen über verschiedene Materialien wie Nadelstreu, Laubstreu, Kies und Häckselgut zu laufen.

Ergänzt werden die Naturstationen durch allerlei geschichtliche Darstellungen, beispielsweise durch ein Postkartenbild aus dem Jahre 1906, auf dem ein Förster mit Kindern bei den Sieben Quellen dargestellt wird. Oder eine geschichtsträchtige bereits 210 Jahre alte Eiche. Schließlich ist das Thema der jüngsten 14. Station "Alt- und Totholz voller Leben am Beispiel einer Buche."

Wie der Vorsitzende des Fördervereins "Walderlebnispfad Sieben Quellen e.V.", Jakob Voß, sagte, ist für das kommende Jahr eine weitere Station geplant.

Der Verein, am 20. März 2003 gegründet, hat zur Zeit insgesamt 86 Mitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt fünf Euro. Aktuell müssen die Teiche vom Laubbefall befreit werden.

Zeitweise gab es jährlich bis zu 40.000 Besucher an den Sieben Quellen.

Quelle: RP
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