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Kleve-Griethausen
Ärger über Hundekot in Griethausen

Kleve-Griethausen: Ärger über Hundekot in Griethausen
Die Kinder brauchten nicht lange, um zahlreiche Hundehaufen zu kennzeichnen. FOTO: heimatverein
Kleve-Griethausen. Kinder und Heimatverein aus dem Altrheindorf markieren Hinterlassenschaften von Vierbeinern, die deren Besitzer nicht entfernt haben, auf Deichen mit gelben Fähnchen - 700 Kothaufen auf 800-Meter-Strecke entdeckt. Von Roland Baumann

"Wir wollten auf diesen unglaublichen Missstand hinweisen und allen vor Augen führen, was sich hier rund um unser Dorf abspielt." Dietmar Reintjes, Vorsitzender des Heimatvereins Griethausen, schüttelt noch immer angewidert den Kopf, wenn er an das Ergebnis der Aktion, die er mit seinen Vorstandskollegen und 20 Kindern durchgeführt hat, zurückdenkt. Die freiwilligen kleinen und großen Helfer der "Hundekotmarkierungsaktion" starteten einen Rundgang um das Heimatdorf und steckten in jeden Hundehaufen, der sich auf dem Altrheindeich und der ehemaligen Bahntrasse, die nun als Fußgänger- und Fahrradweg genutzt wird, ein gelbes Fähnchen. "Auf einer Strecke von etwa 800 Metern haben wir sage und schreibe 700 Fähnchen angebracht. Mehr hatten wir nicht dabei. Wir hätten noch mehr Hundehaufen mit Fähnchen bestücken können", nennt der emsige Vorsitzende die schier unglaubliche Zahl der unliebsamen Fundstücke. Als "besonders ekelerregend und bedenklich" findet Dietmar Reintjes die Hundehinterlassenschaften, die direkt neben dem Bolz- und dem Basketballplatz am Fuße des Deichs aufgefunden wurden. "Da fliegen die Bälle rein, und die Kinder nehmen die in die Hand und spielen damit", sorgt sich der Heimatvereinvorsitzende um die Gesundheit der Kinder.

Angeregt wurde die Aktion unter anderem durch besorgte Eltern, deren Kinder bei Spaziergängen oft in "Tretmienen" geraten und den Dreck sowie auch den Gestank in die heimischen vier Wände tragen. Nun hoffen die fleißigen Helfer, dass ihre Aktion nachwirkt, und die betroffenen Hundehalter ihr Verhalten umstellen. Als Unterstützung für saubere Wege sollen die vor einigen Wochen auf Anregung des Griethauser Heimatvereins durch die Umweltschutzbetriebe der Stadt Kleve an zwei Stellen angebrachten Hundekotbeutelspender dienen. "Wir sind auch an das Ordnungsamt herangetreten. Von dort wurden uns Kontrollen der Mitarbeiter zugesagt", berichtet "Dixi" Reintjes, der mit seinen Vorstandskollegen gezielt die Hundehalter anspricht, die die Hundehaufen nicht entsorgen. "Es gibt auch einige, die vorbildlicherweise entsprechende Tütchen mit sich führen und den Kot aufnehmen", weiß Reintjes, dass nicht alle Hundehalter für die Verunreinigungen verantwortlich sind.

Nebenbei wird die Aktion des Griethauser Heimatvereins über die Kreis Klever Abfallwirtschaftsgesellschaft bald auf der Internetseite www.letscleanupeurope.de zu sehen sein.

Quelle: RP
 
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