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Altes bewahren und Neues wagen

Kleve. Seit mehr als vier Jahren arbeitet eine Projektgruppe an dem Umbau der Kellener Pfarrkirche St. Willibrord.

Kleve-Kellen Die Türen der Pfarrkirche der katholischen St.-Willibrord-Gemeinde Kleve sind schon seit Monaten geschlossen. Der Kircheninnenraum wird völlig neu gestaltet. RP-Mitarbeiter Werner Stalder sprach darüber mit einem Mitarbeiter der Planungsgruppe, Heinz Welbers, aus Kellen.

Welche Bedeutung hat die Planungsgruppe

Heinz Welbers Seit mehr als vier Jahren arbeitet die Projektgruppe, bestehend aus Architekten, dem Pastoralteam, Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Pfarrgemeinde sowie Vertretern des Bistums Münster.

Welche Überlegungen hat die Planungsgruppe zur Gestaltung beigetragen?

Welbers Es gab viele Diskussionen, die teils kontrovers, aber immer fair und konstruktiv geführt wurden. In sehr vielen Sitzungen wurden Verbesserungsvorschläge, Veränderungen und Finanzierungsfragen behandelt. Das bisherige Resultat aus den vielen Überlegungen wurde der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wie sieht die liturgische Umgestaltung und Teilrenovierung der Pfarrkirche aus?

Welbers Die Devise lautet: Erhalten, was zu erhalten ist, aber trotzdem Neues entwickeln und wagen. Es bleiben die Wandvorhänge, die Kanzel mit dem Sämann, der Taufbrunnen, der bisherige Altar mit Ergänzungen, die Marien-Statue, die Pieta, die Willibrordbüste, die Orgel, der Tabernakel und der kleine Andachtsraum. Neu gestaltet werden der Taufbereich, der Standort des Altares und des Ambo. Ferner die Anordnung der Bänke, die Verschiebung der Treppenanlage, der Standort des Tabernakels, die Absicherung des Kirchenraumes durch eine Glaswand im Eingangsbereich, eine neue Konzeption der Ausleuchtung und ein Durchgang zum neuen Pfarrheim.

Was gehört zu den größten Posten innerhalb der Finanzierung?

Welbers Enorme Kosten verursachen die Teilerneuerung der Heizung, die dringende Reparatur der Fenster und die weitgehende Erneuerung der Elektroinstallation. Auch für die Reparatur der Bänke, der Neuanstrich, eine Bodenbelagergänzung, die Reinigung sowie die Überholung und das Stimmen der Orgel ist eine große Summe eingeplant.

Warum wurde der Ersatzbau des Jugendheimes notwendig?

Welbers Das alte Jugendheim war auf Grund der vom Bistum zugestandenen Fläche wesentlich zu groß. Außerdem entsprachen die Elektro- und Heizungsanlage und die Dämmung des in den 50er-Jahren erbauten Jugendheimes nicht mehr den heutigen Standards. Im neuen Pfarrheim werden eingerichtet: die Bücherei, der Pfarrsaal mit möglicher Dreiteilung für die Gruppenarbeit, eine Küche, ein Abstellraum und die WC-Anlage, sowie das neu konzipierte T.O.T. mit einer Teilfinanzierung durch die Stadt Kleve.

Wie sieht es mit den Kosten und der Finanzierung aus?

Welbers Die Gesamtkosten betragen circa zwei Millionen Euro. Die Finanzierung ist hauptsächlich durch das Bistum Münster abgesichert, außerdem durch den Verkauf eines Grundstückes, durch Rücklagen und Eigenleistung der Pfarrgemeinde, circa 50.000 Euro durch Spenden und Kollekten.

Wann wird die Fertigstellung und Einweihung sein?

Welbers Diese sind von den Architekten für Mitte Oktober 2016 zugesagt. Die ersten großen Ereignisse sind dann die Firmung und das Konzert der Kirchenchöre aus Kellen und aus dem niederländischen Millingen im neu gestalteten Gotteshaus.

Quelle: RP
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