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Kleve
Am Opschlag wird bis Juli gebaut

Kleve: Am Opschlag wird bis Juli gebaut
Die Keller sind ausgekoffert, derzeit werden Wände eingezogen. Die Arbeiten am Rohbau, die die Stadt Kleve übernimmt, werden noch bis Juli dauern. Ein Düsseldorfer Unternehmer will dort eine Gastronomie betrieben. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Die Stadt arbeitet mit Hochdruck daran, die direkt am Wasser gelegegen Keller im Rohbau fertigzustellen. Den Innenausbau muss der Düsseldorfer, der dort eine Gastronomie betrieben will, selbst verrichten. Kanusaison startet. Von Marc Cattelaens

Betonmischer, Kranwagen und Bauzäune bilden zurzeit die Kulisse für den Opschlag. Eigentlich sollten dort längst Gäste ihren Latte Macchiato oder am Abend ein Glas Wein genießen können. Doch die Gastronomen brauchen wohl noch ein wenig Geduld, bis sie ihren Gästen Sitzplätze auf den Terrassen in Reichweite des Wassers anbieten können.

Das ist der aktuelle Stand: Der Keller für den Kanuverleih ist weitgehend fertig. Ulrich Sander, Geschäftsführer der Kanustation Kleve, freut sich auf die neue Saison, die jetzt begonnen hat. Er ist mit seinem Verleih bereits in einen der Keller eingezogen, lagert dort seine Boote. Richtig glücklich ist er mit der derzeitigen Situation jedoch nicht. "Ich glaube schon, dass die Bauarbeiten abschreckend wirken. Früher kamen viele Kunden vom Garten des Vereins ,essbares Kleverland' zu uns. Das ist vorbei - dieses Areal ist jetzt abgesperrt", sagt Sander.

Was jetzt noch fehlt, ist die Fertigstellung der Keller-Oberfläche des Kanuverleihs. Darauf will das mexikanische Restaurant "Tijuana" Tisch und Stühle stellen und seine Gäste mit Cocktails, Fajitas und Burgern bewirten. Luigi Colangiuoli, Geschäftsführer des "Tijuana", wartet bereits sehnsüchtig darauf, dass er seine Terrasse wieder nutzen kann. "Am vergangenen Wochenende, pünktlich zum Stadtfest, hatten wir schönes Wetter. Da gab es viele Gäste, die gerne draußen gesessen hätten", sagt Colangiuoli. Die Stadtverwaltung habe ihm zugesagt, dass er die Terrasse ab der 20. Kalenderwoche, die kommenden Montag beginnt, wieder öffnen könne. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, konnte Stadt-Sprecher Jörg Boltersdorf gestern nicht sagen.

Christina Silva Egidio von der Tapas-Bar "The Lounge" hatte kürzlich den Sprung auf die andere Straßenseite des Opschlags gewagt und dort eine Terrasse mit Bestuhlung eingerichtet. Bis jetzt kann sie die wegen der Bauarbeiten noch nicht in Betrieb nehmen. "Wir hoffen, dass es Ende Mai soweit ist", sagt die Gastronomin.

Jörg Cosar, Vorstandsmitglied der Klever CDU, wacht mit Argusaugen darüber, dass sich die Bauarbeiten am Opschlag nicht weiter verzögern. "Ich sehe die Verwaltung in der Pflicht, dass die Arbeiten so zeitig abgeschlossen werden, dass der sommerliche Betrieb der ansässigen Gastronomie ohne Einschränkungen möglich ist. Mitte Mai muss das der Fall sein", betont Cosar.

Fest steht bereits jetzt: Mitte Mai wird am Opschlag noch gebaut. Eine ganze Weile sogar noch. Die Fertigstellung der beiden anderen Keller ist für Juli geplant, sagt Boltersdorf. Die Stadt errichtet bis dahin den Rohbau inklusive Fenstern und Türen. Dann muss der Pächter, ein Gastronom aus Düsseldorf, tätig werden und den Innenausbau übernehmen. "Eventuell kann das bereits geschehen, während wird noch tätig sind", sagt Boltersdorf. Über den Namen des Mannes und sein gastronomisches Konzept sei zunächst Stillschweigen vereinbart worden. Nur so viel will der Stadtsprecher verraten: Den mittleren Keller will der Gastronom als Lagerraum nutzen, in den äußeren kommen Küche, Theke und Toiletten. Die Kunden sollen hauptsächlich draußen Platz nehmen - wenn die Betonmischer verschwunden sind.

Quelle: RP
 
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