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Kranenburg-Wyler
Asylbewerberheim mit Eiern beworfen

Kranenburg-Wyler. In Kranenburg gab es zwei Vorfälle an der Flüchtlingsunterkunft in Wyler / Strafanzeige wurde gestellt.

An der kommunalen Unterbringungsunterkunft für Asylbewerber in Kranenburg-Wyler haben sich vor knapp zwei Wochen zwei Vorfälle ereignet, die von der Klever Polizei aufgenommen wurden.

Manfred Jakobi, Sprecher der Kreispolizeibehörde, bestätigte jetzt, dass das Asylbewerberheim mit Eiern beworfen wurde. Fenster und Gebäude wurden von mehreren Eiern getroffen. "Zudem soll an dem Abend an einer Tür gerüttelt worden sein. Auch haben die dort lebenden Zuwanderer erklärt, dass gegen ein Fenster geschlagen wurde", sagt Jacobi. Er betonte, dass man den Vorfall ernst nehme. In unmittelbarer Nähe zu der Unterkunft befindet sich eine Haltestelle, wo der aus Nimwegen kommende Linienbus hält. So könne es sein, dass der oder die Täter den Bus genutzt hätten, um zum Asylbewerberheim zu kommen, so Jakobi. Fünf Eier sollen das Haus getroffen haben. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung hat die Gemeinde nicht gestellt.

Nach dem Vorfall hat sich die Kranenburger Verwaltung mit der Polizei zusammengesetzt und über mögliche Verbesserungen im Umfeld der Unterkunft diskutiert. So wird überlegt, ob durch Anbringung von technischen Hilfsmitteln die Sicherheit erhöht werden kann. Ein Ergebnis des Gesprächs war, dass man nicht von einer akuten Gefährdungslage ausgehen müsse. "Ein Wachdienst wurde als nicht erforderlich angesehen", sagte Jakobi.

Ein zweite Begebenheit ereignete sich einen Tag später. Ein 15-jähriger Junge, der in der Unterkunft lebt, war mit seinem Fahrrad auf einem Radweg unterwegs, als er, seinen Angaben zufolge, von einer etwa 30-jährigen Frau überholt wurde. Diese soll den Jungen beschimpft und mit einem Gegenstand bedroht haben. Zu körperlicher Gewalt sei es nicht gekommen, so Jakobi. Die Eltern des Jungen erstatteten Strafanzeige.

Was die Situation der Flüchtlinge in der Gemeinde Kranenburg betrifft, so gilt diese zweifellos als vorbildlich. Neben gut ausgestatteten Unterkünften kümmert sich der Initiativkreis "Runder Tisch" intensiv um die Zuwanderer. Durch etliche Angebote und Hilfestellungen werden die Menschen hier unterstützt.

(Jan)
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