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Kleve
Auf der Suche nach dem Traumjob

Kleve. 3000 Schüler informierten sich beim "Day for Future" am Berufskolleg Kleve über rund 100 Ausbildungsberufe. 60 Unternehmen - so viele wie noch nie - stellten sich vor. Einen großen Andrang gab es am Stand der Bundeswehr. Von Marc Cattelaens

Mit 15, da hat man noch Flausen im Kopf. Doch spätestens, wenn das Ende der Schullaufbahn naht, steht eine wichtige Entscheidung an: Welchen Beruf möchte ich ergreifen? Rund 3000 Schüler haben sich im Berufskolleg Kleve darüber informiert, welche unterschiedlichen Ausbildungsgänge es bei Unternehmen in der Region gibt. 60 Firmen stellten sich beim "Day for Future", der von der AOK-Regionaldirektion Kreis Kleve - Kreis Wesel mit dem Berufskolleg des Kreises Kleve durchgeführt wird, vor. Das ist Rekord in der 17-jährigen Geschichte der Veranstaltung.

"Früher gab das familiäre Umfeld bei der Berufswahl eine gewisse Richtung vor: Übte der Vater oder schon der Großvater den Beruf des Metzgers aus, lag es nahezu auf der Hand, dass der Nachwuchs in die Fußstapfen trat. Heute sind junge Menschen ziemlich frei bei der Wahl ihre Berufs. Inzwischen stehen so viele Studienabschlüsse und Berufsbilder zur Verfügung, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Es gilt herauszufinden, wo die persönlichen Stärken besonders gut zum Einsatz kommen, was einen wirklich beruflich interessiert und welche Tätigkeit zu einem passt", sagt Johannes Verführt, der für die AOK die Veranstaltung organisiert.

Genau da setzt der "Day for Future" an. Die Vertreter der 60 Firmen gaben den Schülern eine Hilfestellung bei der Entscheidung für die richtige Ausbildungsstelle. Die Jugendlichen, meist im Alter zwischen 15 und 16, erfuhren von den Ausstellern, welche Tätigkeiten sich hinter den Berufsbezeichnungen verbergen, wie der Berufsalltag aussieht und welche Einstellungsvoraussetzungen erfüllt sein müssen, damit es mit der Bewerbung um die Ausbildungsstelle auch klappt.

Besonders großer Andrang herrschte am Stand der Bundeswehr. Malte Peters aus Kleve reihte sich gemeinsam mit vielen anderen Schülern vor dem Infostand ein. Er erfuhr, dass die Bundeswehr mehr als 50 Ausbildungsberufe und mehr als 20 Studiengänge anbietet. Und? Wäre die Bundeswehr vielleicht etwas für den 15-Jährigen? "Das hört sich schon interessant an. Ein großer Vorteil ist bestimmt, dass die Bundeswehr sichere Arbeitsplätze bietet. Außerdem interessiere ich mich sehr für Technik. Ich habe gehört, dass man bei der Bundeswehr Luft- und Raumfahrttechnik oder Maschinenbau studieren kann. Das klingt spannend", sagt Malte Peters.

Aber auch die anderen Stände waren gut besucht. Die Firmen präsentierten mehr als 100 Berufe aus Handel, Verwaltung, Industrie und Handwerk, Ausbildungsberufe bei Banken und Versicherungen sowie medizinische Berufe. Die Schulabgänger konnten sich aus erster Hand und oft sogar "auf Augenhöhe" informieren. Denn viele Betriebe hatten nicht nur ihre Personalleiter mitgebracht, sondern auch ihre Auszubildenden, damit diese von ihren Erfahrungen erzählen können. Außerdem gab der "Day for Future" einen Überblick über das Angebot an Praktikumsstellen und Weiterbildungsmöglichkeiten, überbetriebliche Ausbildungsstätten und niederrheinische Hochschulen. Bei so viel Auswahl hat der Berufsinformationstag bestimmt vielen Schülern eine gute Entscheidungshilfe bei der Suche nach dem Traumjob gegeben.

Quelle: RP
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