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Kranenburg-Nütterden
Auf Gottes Weg zurück in die Heimat

Kranenburg-Nütterden: Auf Gottes Weg zurück in die Heimat
Jörg Monier bei seiner ersten Predigt in der Pfarrkirche St.-Antonius-Abbas Nütterden. FOTO: Markus van Offern
Kranenburg-Nütterden. Pfarrer Jörg Monier, der in Frasselt getauft wurde, ist neuer Pastor von fünf Kranenburger Ortschaften. Von Werner Stalder

Sieben Konzelebranten in weißen Messgewändern standen am Altar der Pfarrkirche St.-Antonius-Abbas in Nütterden, als in einem feierlichen Gottesdienst Pfarrer Jörg Monier als neuer Pastor der Kranenburger Ortschaften Nütterden, Frasselt, Mehr, Schottheide und Grafwegen eingeführt wurde. Weitere sechs geistliche Mitbrüder saßen in Chorkleidung hinter der großen Messdienerschar im übervollen Gotteshaus.

Neben den Angehörigen des neuen Pfarrers waren Gläubige aus seinen bisherigen Wirkungsstätten nach Nütterden gekommen. Zahlreiche Fahnenabordnungen geleiteten den neuen Pfarrer in die festlich geschmückte Kirche. "Schritt für Schritt hilf mir, Herr, auf deinem Weg dir nachzugehen", sang die Sing- und Spielschar Nütterden, die mit ihren geistlichen Liedern den Gottesdienst bereicherte. Dechant Christoph Grosch, der die Eucharistiefeier eröffnete, hatte schon beim Einzug gespürt, dass die Gemeinde ihren Pastor mit "viel Herzlichkeit und Offenheit" empfange.

Er verlas die Ernennungsurkunde des Bischofs von Münster, Dr. Felix Genn. Dann erneuerte Pfarrer Monier vor der Pfarrei, die seiner Fürsorge anvertraut wurde, das Versprechen, das er bei seiner Weihe gegeben hatte. Als Dechant Grosch dem Pastor den Hirtenstab überreichte, brandete lang anhaltender Beifall auf. Nach Bekanntwerden seiner Ernennung ist der neue Pastor mit seiner Mutter am Taufbecken in der Frasselter Kirche gewesen, wo er 1971 getauft wurde. In Erinnerung an die Taufe besprengte er die Gemeinde mit Weihwasser. In seiner ersten Predigt ging er auf seinen bisherigen Lebensweg ein. "Nach vielen verschiedenen Stationen freue ich mich nun, bei Ihnen anzukommen", sagte er. Im Blick auf das Evangelium wünsche er den Pfarrkindern, "gute Pächter im Weinberg des Herrn" zu sein. In der schön vorbereiteten Feierhalle der Grundschule gratulierten die Kindergartenkinder, Valerie Veenman spielte Saxophon, Karl Meurs moderierte, und die Kirchenchöre aus Nütterden und Mehr erfreuten die große Zahl der Anwesenden mit Liedbeiträgen.

Winfried Buchmiller vom Kirchenvorstand hatte den Pastor schon als "dynamisch, energiegeladen, schwungvoll und beweglich" kennengelernt. Für den Kern seiner Aufgabe, "Vermittlung der Glaubenslehre, seelsorglichen Beistand und Begleitung der Gemeindemitglieder in allen Lebenslagen" wünschte er dem neuen Pfarrer "eine glückliche Hand, viel Kraft und Gottes Segen." Diesen Wünschen schloss sich Thomas Spätling für den Pfarreirat an. Die Ernennung von Pfarrer Monier sei eine echte Überraschung gewesen.

Bürgermeister Günter Steins bezeichnete eine Pfarrgemeinde ohne Pfarrer wie ein Schiff ohne Anker. Deshalb sei er Bischof Genn und dem Bistum für den weisen Entschluss dankbar, Pfarrer Monier als "Anker der Seelsorge" in die Gemeinde entsandt zu haben.

Im Namen seiner Amtskollegen hieß Ortsvorsteher Paul-Heinz Böhmer Pastor Monier in den Ortschaften willkommnen. "Zumal Sie nicht nur gebürtiger Niederrheiner sind, sondern durch Ihre Großeltern und Ihren Vater auch noch Nütterdener Wurzeln haben. Damit hat hier gewiss keiner gerechnet", sagte er. Böhmer überbrachte auch die besten Segenswünsche aller Nütterdener Vereinigungen.

Ein Geistlicher der katholischen rumänisch-orthodoxen Kirche lobte seinen Amtsbruder, "der aus dem Evangelium lebt." Pfarrer Monier, der zwar Plattdeutsch verstehen, aber kaum sprechen kann, dankte allen Beteiligten: "Ich fühle mich hier sehr willkommen."

Quelle: RP
 
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