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Kleve
Auszubildende spielen Firmenchefs

Kleve. Ein Unternehmen eigenständig aufzubauen erfordert neben organisatorischen Fertigkeiten und dem technischen "KnowHow" auch Kreativität und Mut. Anlässlich des "Diversitytages" hat die Firma "Die Unternehmensentwickler" in Kooperation mit dem Technologiezentrum Kleve ein Planspiel für junge Auszubildende organisiert, bei dem sie lernen, was es heißt, eine Unternehmensidee zu entwickeln und umzusetzen. Von Ann-Lea Woitge

Der bundesweite "Diversitytag" wird von der "Charta der Vielfalt" initiiert. Dabei schließen sich mehrere Unternehmen zusammen, unteranderem Lufthansa, Daimler und Die Unternehmensentwickler, um die Vielfalt in Unternehmen und Institutionen zu fördern. "Um etwas zum Thema "Diversity" (Vielfalt) beizutragen, haben wir Azubis aus unterschiedlichen Unternehmen und unterschiedlichen Lehrjahren eingeladen", erklärt Barbara Baratie, Leiterin der Unternehmensentwickler. "Spielerisch, also mit Hilfe des Planspiels, sollen sie lernen, mit fremden Gesichtern aus anderen Branchen, ein eigenes Unternehmen aufzubauen." Dabei geht es um Bereiche wie Entwicklung, Organisation und Finanzierung.

"Die Veranstaltung gibt es in Zusammenarbeit mit dem Klever Technologiezentrum zum ersten Mal", sagt Mathias Koch, Unternehmensberater und Coach für Unternehmen wie Bayer AG und Samsung. Normalerweise helfe er großen Unternehmen dabei, Gründungs- und Unternehmensstrategien zu entwerfen. "Es ist wichtig, den Menschen zu zeigen, welche Arbeit hinter der Entwicklung und Leitung einer Firma steckt." Über einen ganzen Arbeitstag entwickelten die Jugendlichen in Kleingruppen, eine Strategie für eine Neugründung. Am Ende gab es für jeden ein "Teilnehmerzertifikat".

"Am Anfang wurden wir alle mit dem gleichen "Startkapital" ausgestattet. Danach mussten wir unsere Unternehmensstrategie zu der erfolgreichsten machen", beschreibt Muriel Küppers, Auszubildende im ersten Lehrjahr.

In Form von abschließenden Vorträgen konnten sich auch die verschiedenen Ausbilder ein Bild von den Ideen ihrer Schützlinge machen. "So ein Planspiel ist wie ein Bindeglied zwischen der Theorie und der Praxis. Man bekommt ein Bild von den Risiken und der Verantwortung, die man zu tragen hat", sagt Sandra Biermann, zweites Lehrjahr.

Quelle: RP
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