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Kleve/Emmerich
B57 von Qualburg nach Kleve wieder frei

Kleve/Emmerich: B57 von Qualburg nach Kleve wieder frei
Noch trauen sich nur wenige Autofahrer, die B 57 Richtung Kleve zu passieren. Laut Straßen.NRW ist der Abschnitt aber wieder für den Verkehr frei. FOTO: Evers
Kleve/Emmerich. Die Baustelle Gruftstraße steht vor Phase zwei. Die B57 ist zwischen Qualburg und Kleve wieder befahrbar. Ende der beiden Baustellen Ende August. Ab 22. August wird Bundesstraße zur A3 voll gesperrt. Von Markus Balser und Matthias Grass

Die Arbeiten an der Klever Gruftstraße gehen voran: Der Asphalt ist entfernt, die ausgekofferten Flächen sind wieder gefüllt, die Verkehrsinseln neu aufgebaut. Als nächstes kommt die Fahrbahnoberfläche für die rechte Seite. Dann geht es in die Phase zwei der Sanierung von Kleves neuralgischer Kreuzung durch den Landesbetrieb Straßen.NRW. Die Hauptschlagader für den Klever Verkehr bleibt allerdings für alle, die die Stadt hinunter wollen, gesperrt. Auch in Phase zwei. Ebenso in Phase drei. Der Verkehr wird immer einspurig in Richtung Oberstadt geführt, die Gegenrichtung bleibt gesperrt.

In der nächsten Phase ist allerdings die Tiergartenstraße in Richtung City wieder frei. Dafür läuft dann der Verkehr aus Holland kommend nur einspurig in Richtung Stadt. Ein Abbiegen vom Klever Ring in die Tiergartenstraße in Richtung Kranenburg ist dann nicht mehr möglich. Läuft alles nach Plan, startet Phase zwei am 11. Juli und dauert drei Wochen. "Bis jetzt ist alles im Zeitplan", sagt Projektleiter Christoph Angenendt des Landesbetriebs Straßen.NRW. Projektiert sind die beiden kommenden Phasen bis zum 20. August.

Auf der Dauerbaustelle Bundesstraße 57, auch diese bekommt eine neue Straßendecke, sind Teilabschnitte sogar wieder für den Verkehr freigeben. "Wir konnten die Strecke von Qualburg bis Kleve öffnen", sagt Angenendt. Die Gegenrichtung bliebt allerdings gesperrt. Wer über die Uedemer Straße kommt, kann jetzt also an der Hauer Straße abbiegen und kommt bis Kleve auf die Kalkarer Straße. Auch die B 57 soll bis Ende August fertig werden, sagt Angenendt.

Dann geht es aber fließend mit den Baustellen weiter. Wer von Kleve in Richtung Ruhrgebiet A 3 möchte, muss mit Umwegen durch Emmerich und einer deutlichen Zeitverzögerung rechnen: Ab dem 22. August gibt's die Vollsperrung der B 220 (Klever Straße) auf einem hinter der Rheinbrücke liegenden Teilstück bis zum Nollenburger Weg. Die Bundesstraße Richtung Autobahn muss wegen Arbeiten an der Brücke, die über die L7 führt, dicht gemacht werden.

Wie Klaus Münster, zuständiger Projektleiter von Straßen.NRW, erläuterte, weist die aus dem Jahr 1965 stammende Brücke Schäden in ihren Lagern sowie im Beton des Lagersockels auf. 2015 war bereits versucht worden, das 1000 Tonnen schwere Teil unter fließendem Verkehr anzuheben, um die gerade mal zwei Zentimeter kleinen, kunststoffummantelten Lagerteile auszutauschen. Jedoch zeigte sich dabei, dass sich der Kunststoff bereits mit dem Beton verbunden hatte. Konsequenz: Der Wechsel der Teile ist nur möglich, wenn die Brücke um 50 Zentimeter angehoben wird. "Das funktioniert unter fließendem Verkehr nicht mehr, deshalb die Vollsperrung", so Münster.

Die Umleitung des Verkehrs bereitet der Stadt Emmerich Sorgen. "Wir sprechen hier immerhin über einen Durchgangsverkehr von 15.000 bis 17.000 Fahrzeugen am Tag", so Ordnungsamtsleiter Ulrich Runge. Die jetzt gefundene Lösung sei die bestmögliche. Der Verkehr soll aus Kleve kommend über die L7 geführt werden. Wer zur A3 will, muss dann über Steintor, Großer Wall, Ostwall, Bahnhofstraße, Reeser Straße und Weseler Straße fahren. Um die Verkehrsströme in Fluss zu halten, besteht entlang der Umleitung absolutes Halteverbot. Der Bahnübergang Löwentor wird geschlossen, Ampelschaltungen werden dem Verkehrsaufkommen angepasst. Mit einer Behelfsampel am Steintor soll der Verkehr besser fließen können. Vor allem in den ersten Tagen nach der Sperrung wird mit Staus gerechnet. "In der Regel dauert es immer etwa drei Tage, bis sich das einpendelt", weiß Achim Schmitz, zuständig bei Straßen.NRW für die Verkehrsführung.

Die Kosten der Maßnahme liegen bei 1,5 Millionen Euro. Die Sperrung wird vom Landesbetrieb zudem dazu genutzt, die Fahrbahndecke der Straße und die Radwege entlang der B220 zu erneuern.

Quelle: RP
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