| 12.44 Uhr

B9 bei Kleve
Lkw-Fahrer weicht Reh aus - Lkw kippt in Straßengraben

Lkw kippt auf Uedemer Straße bei Kleve
Lkw kippt auf Uedemer Straße bei Kleve FOTO: Guido Schulmann
Kleve. Auf der Bundesstraße 9 bei Kleve ist am Donnerstagmorgen ein Lkw zur Seite gekippt, als der Fahrer einem Reh ausweichen wollte. Für die Dauer der Bergungsarbeiten ist die Uedemer Straße am Vormittag gesperrt.

Die Schnittwunden von den Splittern aus der Frontscheibe wurden ambulant im Krankenhaus versorgt, viel schlimmer ist für den 48-jährigen Klever der Schock, verbunden mit der Frage: Wie konnte das geschehen? Am Donnerstagmorgen gegen 5.55 Uhr war der Lkw-Fahrer mit seinem Gespann vom Klever Ring kommend auf der Uedemer Straße in Richtung Nassauerallee unterwegs. Aus einem Waldstück überquerte plötzlich ein Reh die Fahrbahn. Der 48-Jährige wich dem Tier aus und kam nach links von der Fahrbahn ab. Dort rutschte der Lkw samt Anhänger in einen Graben und wurde von einem Baum gestoppt. Das Reh war verschwunden, der Fahrer ist sich sicher, dass sein Fahrzeug es nicht berührt hatte.

Trotz eines leicht verletzten Menschen waren bei diesem Unfall andere Auswirkungen problematischer: Das Lkw-Gespann, das mit zahlreichen großen Metallfässern für die chemische Industrie beladen war, musste erst einmal aus dem tief liegenden Buchenwäldchen heraus gehoben werden. Der Gocher Bergedienst Broekmann, verstärkt um einen Kranwagen von Krause aus Moers, nahm sich der Sache an. Das war aber erst ab etwa elf Uhr möglich, was für den Berufsverkehr vorteilhaft war, denn bis zum Vormittag blieb zumindest eine Spur der wichtigen Kleve-Umfahrung nutzbar. Ab etwa elf Uhr allerdings sperrte die Polizei die Straße komplett: sowohl von der Kreuzung Nassauerallee aus, als auch vom Klever Ring her.

Immer wieder im Verlauf des Vormittags fanden sich Schaulustige an der Unfallstelle ein, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad gekommen waren. Gespannt verfolgen sie, wie zunächst die Fässer aus dem Auflieger der Zugmaschine entfernt wurden und dann einige Zeit benötigt wurde, bis die Männer den Anhänger, der sich mit dem Lkw verkeilt hatte, losgeruckelt und dann mittels schwerer Geräte weggezogen hatten. Noch aufwendiger war es, die Zugmaschine samt Chassis aus dem Wald zu heben. Öl oder andere Flüssigkeiten sind bei dem Unfall nach ersten Erkenntnissen nicht ausgetreten.

Quelle: RP
 
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