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Kleve
Badey bei der Wanderbühne

Kleve. Cinque-Kleinkunst immer noch mit wechselnden Auftrittsorten. Von Sabrina Peters

Ruhige Klänge mit frechem Wortwitz vereinte Kabarettisten Andrea Badey bei ihrem Besuch beim Kleinkunstverein Cinque auf dem Klever Meyerhof. In dem gut zweistündigem Programm "Eine Frau geht seinen Weg" nahm sie sich und die Frauenwelt mit viel Humor und spitzer Zunge aufs Korn, was beim überwiegend weiblichen Publikum in entspannter Atmosphäre gut an kam. Mit denen von ihr imitierten Figuren, ihrem Onkel und Ex-Seemann Harry Hirsch und ihrer Schulfreundin Carola, sowie ihren live gesungenen Liedern sorgte sie schließlich für eine abwechslungsreiche und kurzweilige Unterhaltung.

Vor ihren derben Witzen machte Badey weder beim vor allem kleinen männlichen Teil des Publikums noch bei sich selbst halt. "Für eine Frau in ihrem Alter sieht sie noch gut aus", würden die Leute über sie sagen, so Badey. Sie habe im Gegensatz zu ihrer Schulfreundin Carola, die gerade wegen einer jüngeren Frau von ihrem Mann verlassen wurde und nun erfährt, dass es im fortgeschrittenen Alter schwierig ist, einen neuen Partner zu finden, aber dennoch wenig Probleme mit dem Älterwerden.

Und das obwohl es ab und zu mal im Rücken zwacke. "Man bemerkt, dass man älter wird, wenn man beim Schuhe-zu-machen denkt, was man denn sonst noch alles da unten machen könne", sagte Badey. Gegen Figur-Probleme könne man sich aber ja immerhin "eine Stützstrumpfhose töpfern" und das Altwerden letztendlich auch überleben.

Nachdenkliche Momente verarbeitete Andrea Badey in ihren Liedern, wo sie mit ausdruckstarker Mimik etwa die griechische Sängerin Vicky Leandros parodiert oder sie am Tresen einer Bar im Ruhrgebiet sitzt. Ihre Heimat lässt sie auch sprachlich immer wieder in ihrem Programm einfließen.

Humoristisch äußerte sich Badey darüber hinaus zum Kleinkunstverein Cinque, der immer noch keinen festen Veranstaltungsort gefunden hat. Der Meyerhof in Kleve sei aber "eine schöne Wanderbühne". Auf diese wird Cinque auch beim nächsten Gast wieder zurückgreifen, denn der Klever Kleinkunstverein hat immer noch keine ansprechende Bühne als Ersatz für das Gesellschaftshaus gefunden..

Am Samstag, 10. Dezember, tritt dann Robert Grieß um 20 Uhr mit seinem Programm "Ich glaub`, es hackt!" in den charmanten Räumlichkeiten auf dem Meyerhof auf. Özcan Cosar wird dagegen am Samstag, 21. Januar, ("Du hast dich voll verändert") ebenso wie Christian Ehring am Samstag, 1 April, ("Keine weiteren Fragen") auf Grund des großzügigeren Platzes jeweils um 20 Uhr in der Klever Stadthalle gastieren.

Quelle: RP
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