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Kalkar
Bauzeichner aus Kalkar ist bester Azubi

Kalkar: Bauzeichner aus Kalkar ist bester Azubi
Gunnar Ader (links) und Jochen Kleemann (r.), die Inhaber des Architekturbüros Ader und Kleemann, freuen sich über die Auszeichnung ihres ehemaligen Auszubildenden Max Kistner-Bahr. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kalkar. Max Kistner-Bahr hat bei dem Architekturbüro Ader und Kleemann den Beruf des Bauzeichners erlernt. Nun wurde er von der IHK als Innungsbester im Bezirk Niederrhein geehrt. Der Ausbildung folgt ein Architekturstudium in Dortmund. Von Natalie Urbig

Es war vor drei Jahren, als Max Kistner-Bahr im Architekturbüro Ader und Kleemann seine Ausbildung als Bauzeichner begonnen hat. Er verkürzte sie auf zweieinhalb Jahre und wurde nun als bester Absolvent im Bezirk der Niederrheinischen Industrie und Handelskammer (IHK) geehrt. Damit ist er schon der zweite Auszubildende, der in dem Kalkarer Architekturbüro diese Auszeichnung erlangt hat. Auch sein Vorgänger, Jonas Janke, wurde vor zwei Jahren Innungsbester. Gründe für den Erfolg ihrer Auszubildenden sehen Gunnar Ader und Jochen Kleemann in einer Kombination aus den Fähigkeiten, welche Kistner-Bahr und Janke mitgebracht haben, und der Art und Weise wie in dem Büro mit ihnen gearbeitet wird. "Die Jugendförderung steht bei uns mit an erster Stelle", sagt Kleemann und lobt in diesem Zusammenhang die Mitarbeiter des Architekturbüros, die die Auszubildenden unterstützt und angeleitet haben.

Mit 13 Jahren ist bei Max Kistner-Bahr der Wunsch entstanden, Architekt zu werden. Bei einem Praktikum wurde ihm empfohlen, zunächst eine Ausbildung zum Bauzeichner zu machen und sich ein praktisches Grundwissen anzueignen. So kam er nach dem Abitur, das er am Gymnasium Gaesdonck gemacht hat, in das Architekturbüro Ader und Kleemann. Dort lernte Max Kistner-Bahr zunächst den Umgang mit dem Zeichenprogramm am Computer, danach kam der Modellbau. Der habe ihn besonders fasziniert, erzählt der ehemalige Auszubildende. In seiner Prüfung, die ihn als Besten im Bezirk Niederrhein auszeichnete, musste Max Kistner-Bahr zwei Zeichnungen anfertigen und sein Fachwissen im theoretischen Teil unter Beweis stellen. Dazu gehörten beispielsweise technische und baurechtliche Aspekte sowie die Kenntnis über verschiedene Din-Normen.

Im Januar diesen Jahres beendete Max Kistner-Bahr seine Ausbildung. Seit Oktober studiert er an der Technischen Universität in Dortmund Architektur im ersten Semester. Besonders gefällt ihm an seinem Berufsfeld, dass die Ergebnisse seiner Arbeit sichtbar werden: "Es ist nicht so als würde ich einen Aktenstapel abarbeiten, der im Keller landet. Ein Gebäude bleibt 70 bis 80 Jahre stehen." Anfangs sei er auch an den fertigen Bauwerken vorbeigefahren, die er zuvor gezeichnet hat. "Das macht schon stolz", sagt er.

Die Kenntnisse aus seiner Ausbildung kommen ihm nun im Studium zugute. Vorlesungen, in denen Grundlagenwissen vermittelt wird, etwa über das technische Zeichnen, muss er nicht mehr besuchen. Auch beim Modellbau hat er Vorteile: "Ich spare dabei unglaublich viel Zeit, während andere noch nachts an ihren Modellen sitzen", erzählt der ehemalige Auszubildende aus Nierswalde.

Für die Inhaber Gunnar Ader und Jochen Kleemann bedeutet das anschließende Architekturstudium ihrer ehemaligen Auszubildenden einen Verlust. Eine Rückkehr als Architekt in ihr Büro würden sie daher sehr begrüßen.

Quelle: RP
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