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Kleve
Beim "Aras" stehen Fahrräder an der Ampel vor den Pkw

Kleve. Vorfahrt für die Radfahrer: Künftig können sich an den Kreuzungen, die einen "Aras" haben, Fahrräder nebeneinander vor den Pkw stellen. Der "Aras" ist ein deutlich mit einem Fahrrad markierter Bereich in der Ampelzone, den bei "Rot" Pkw frei halten müssen. Im besten Verwaltungsdeutsch heißt der Bereich "aufgeweiteter Radaufstellstreifen", Abkürzung: Aras. Damit Fahrradfahrer rechts an den vor der Ampel wartenden Pkw vorbei in den Aras können, sind rechts auf der Merowingerstraße und der Römerstraße Schutzstreifen auf die Fahrbahn gemalt, die ebenfalls mit einem Fahrrad markiert sind und von den Pkw bei Rot frei gehalten werden müssen. Von Matthias Grass

Der erste Aras in Kleve an der Kreuzung Lindenallee/ Merowinger Straße/ Römerstraße wurde gestern von Pascale van Koeverden, Fachbereich Bauen und Planen, Willibrod Janssen, Fachbereichsleiter Tiefbau, und Christian Seißer, Ordnungsamt, vorgestellt. Damit die Ampeln funktionieren, mussten im Aras Induktionsschleifen verlegt werden, die auch auf Fahrräder reagieren, die Induktionsschleifen für die Pkw mussten hinter den Aras zurückverlegt werden. Kosten pro Kreuzung mit Markierung: Bis zu 10 000 Euro, rechnen Janssen und van Koeverden. Für die nächsten Aras werden die Kreuzungen Heldstraße / Tiergartenstraße und Sternstraße/ Emmericher Straße geprüft. In ferner Zukunft dann auch die Fortsetzung auf der Römerstraße am Klever Ring/ Stechbahn.

Denn zuerst sollen die Schulwege und die Hauptfahrradstrecken für Radfahrer verbessert werden. "Durch den Aras wird der über die Kreuzung fahrende Radverkehr vor den Kraftfahrzeugen gesichert, Unfälle zwischen Fahrradfahrern mit links oder rechts abbiegenden Pkw werden so vermieden", sagt van Koeverden. Außerdem brauche sich der Fahrradfahrer dann nicht mehr über die Bedarfsampel der Fußgänger schlängeln, fügt Janssen an. Allerdings muss die Straße auch die nötige Breite haben - denn die in einem Aras wartenden Fahrräder dürfen nicht beispielsweise den abbiegenden Bus behindern, sagt Janssen. All das habe man vorher geprüft. An der Kreuzung Lindenallee/ Merowingerstraße habe man mit den Behörden des Kreises zusammengearbeitet und sicherheitshalber die Kreuzung komplett mit neuen Markierungen versehen. "Man sieht jetzt, dass hier etwas geändert wurde", so Janssen.

Quelle: RP
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