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Kleve
Benefizkonzert für das Klever Hospiz

Kleve. Neues Projekt des Musikzuges der Allgemeinen Schützengesellschaft Nütterden (ASG): Auftakt ist am 30. April in der Evangelischen Versöhnungskirche. Danach ist ein zweijährlicher Rhythmus geplant. Hospizgruppe besteht seit 2004. Von Werner Stalder

"Als ich von dem Projekt des Musikzuges der Allgemeinen Schützengesellschaft Nütterden (ASG) erfuhr, war ich total begeistert", sagt Maria Reinders, Leiterin des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes (AHPB) am St.-Antonius-Hospital Kleve. "Gerade weil man mit Musik nicht nur Kultur schaffen kann, sondern in vielerlei Hinsicht dem Allgemeinwohl dient, denken wir beispielsweise an Prozessionen, Trauerfälle, Dorf- und Schützenfeste, sollte sich ein Blasorchester auch immer dem Wohl anderer Menschen verschreiben", sagt Georg Arntz, Orchesterleiter des Musikzuges der ASG Nütterden.

Gute Erfahrungen konnten die Musiker bereits bei "Winds for Tschernobyl" und "Zisternenbau in Anatuya" sammeln. Durch Mitglieder aus dem Musikzug, die familiär Berührung mit der Einrichtung der Katholischen Karl-Leisner-Stiftung hatten, wurde man auf die Hospizarbeit am Klever Krankenhaus aufmerksam gemacht. Beim Jahreskonzert des Musikzuges wurde bereits auf die Intention, die Idee und die Vorgehensweise hingewiesen. Angedacht ist, dass es alle zwei Jahre ein Benefizkonzert mit Spenden zugunsten des Hospizdienstes in Kleve geben soll. Das "Auftaktkonzert" wird am 30. April um 15.30 Uhr stattfinden. Als Örtlichkeit ist an die evangelische Versöhnungskirche in Kleve gedacht, weil dort im Gotteshaus das Konzert und im angrenzenden Gemeindezentrum eine Kaffeetafel mit dem Erlös für die Hospizarbeit stattfinden könnte. Die Gespräche dazu werden noch mit der Evangelischen Kirchenleitung geführt.

Die 34 aktiven Musiker, das Durchschnittalter beträgt 20 Jahre, haben sich zum Ziel gesetzt, durch ihr musikalisches Engagement die Sinne der Menschen im Klever Land für das Thema Hospiz zu schärfen, für die finanziellen Mittel zu sorgen und die Politik und Gesellschaft in ihr Wirken einzubinden.

Das Musikprojekt wird nach dem Auftaktkonzert am 30. April dieses Jahres dann ab 2017 im zweijährlichen Rhythmus stattfinden. Jedes Jahr plant der Musikzug ein Konzert zum Seminarabschluss. Zurzeit laufen Ausbildungskurse für fünf Flötenspieler und zehn Bläser. Bei dem jährlichen Jahreskonzert wird über das neue Projekt berichtet, und auf der Homepage des Musikzuges mit einem Link zum Hospiz werden immer die aktuellen Informationen rund um das Projekt zu finden sein.

Maria Reinders, die kürzlich beim Jahreskonzert dabei war, lobte den Einsatz des Blasorchesters. Die Hospizgruppe am St.-Antonius-Hospital besteht seit 2004. Im Nordkreis Kleve arbeiten 90 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unentgeltlich.

"Sie nehmen sich Zeit für Gespräche, Zuhören, Vorlesen, Beten und Schweigen", sagt die Leiterin. Damit wolle man Schwerstkranke und deren Familien den Rücken stärken und ein Sterben in einer vertrauten Umgebung ermöglichen. "Das erste Konzert soll durchaus einen frohen Charakter haben", verspricht der Orchesterleiter, "es wird keineswegs ein Kirchen- oder Trauerkonzert sein."

Und es gibt ein schönes Zeichen der Gemeinsamkeit: Beim jährlichen Gedenkgottesdienst der Hospizgruppe am Montag, dem 18. April, um 18 Uhr in der Krankenhauskapelle werden drei Musiker des Musikzuges der ASG Nütterden die musikalische Gestaltung vornehmen.

Quelle: RP
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