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Kleve
Bensdorp: Rauer muss sich korrigieren

Kleve. Der vom Baudezernat vorgelegte Zeitplan war zu lang/ Große Mehrheit für neue Tjaden-Pläne Von Matthias Grass

Kleves technischer Beigeordneter Jürgen Rauer ruderte in der Sitzung des Rates der Stadt Kleve kräftig zurück: Er müsse seinen Zeitplan korrigieren, tatsächlich könnte schon 2018 Baurecht für die Bensdorp geschaffen sein. Noch vor Wochenfrist hatte er die Abläufe rund um die Genehmigung des Vorhabens auf dem Bensdorp-Gelände bis 2019 terminiert und diesen Zeitplan schriftlich an die Vorlage gehängt, worauf er heftig von den meisten Parteien attackiert wurde. Rauer betonte im Rat, dass das Baudezernat das Vorhaben nicht behindern und nicht boykottieren wolle.

So ganz konnte er die Wogen nicht glätten. Hedwig-Meyer-Wilmes (Grüne) betonte, man wünsche sich für die Zukunft einen anderen Umgang mit dem Baudezernat. Rauer wird vor allem beim Bensdorp-Verfahren auf "vertrauensbildende Maßnahmen" achten müssen, will er das Misstrauen bei großen Teilen der Politik ausräumen, das im "Geschmäckle"-Vorwurf von Dr. Fabian Merges, (Offene Klever) gipfelte. Bürgermeisterin Sonja Northing wies den "Geschmäckle"-Vorwurf zurück: "Es wird keiner bevorzugt", sagt sie. Rauer warf ein, dass nach der Diskussion um die Bensdorp wohl auch die Bauanträge für das Union-Gelände geprüft werden müssten - dort hat der Klever Investor Zevens ein großzügiges Wohn-Quartier geplant. Eine Diskothek auf dem Bensdorp-Gelände gegenüber hat Bestandsschutz und soll in einem Gutachten nicht berücksichtig worden sein. Die Diskothek soll, werden die neuen Pläne umgesetzt, durch einen Lebensmittelmarkt ersetzt werden. Wolfgang Gebing (CDU) formulierte schließlich den mit großer Mehrheit verabschiedeten Beschluss: Der Rat unterstützt ausdrücklich die vorgelegten Planungen zur Entwicklung des Bensdorp-Geländes. Die bisher vom Rat beschlossene Entwicklung zum Gelände der Margarine-Union soll fortgeführt werden. Die notwendigen Gutachten sind unverzüglich zu beauftragen. Und (wichtig für Rauers Zeitschiene): "Die von der Stadt vorgelegten Planungsabschnitte sind so durchzuführen, dass die (...) dargelegte Zeitschiene - Mitte 2018 - zu realisieren ist."

Quelle: RP
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