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Kreis Kleve
Bergmann fordert umfassendes Flughafenkonzept

Kreis Kleve. Der CDU-Landtagsabgeordnete bezeichnet den Status des Airports Weeze nach 20 Jahren Zivilnutzung als "absurd".

Der Kreis Klever CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Günther Bergmann unterstreicht in Anbetracht der aktuellen Diskussionen zum Thema Flughäfen im Landesentwicklungsplan (LEP) seine bereits im Mai im Landtag vorgetragene Forderung nach einer "Dialog-Offensive Flugverkehr NRW".

Die Akteure müssten, wie in den Niederlanden mit der Alders-Tafel schon geschehen, an einen Tisch, um das laut Bundesverkehrsminister für den Zeitraum 2010 bis 2030 erwartete 65-prozentige Wachstum im Luftverkehr auch offensiv anzugehen.

Dafür würden alle Kapazitäten im Land Nordrhein-Westfalen benötigt. Neben den beiden großen Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn stünden die vier Regionalflughäfen Dortmund, Münster/Osnabrück, Paderborn und Weeze bereit, dem Land aus der Bredouille zu helfen. Die Landesregierung könnte damit gleichzeitig in vier Regionen des Landes aktiv Wirtschaftsförderung betreiben.

Mit Blick auf den Airport Niederrhein in Weeze ist es aus Sicht des CDU-Parlamentariers, der auch Kreisparteivorsitzender der Christdemokraten ist, "falsch und bezeichnend für die verfehlte Politik von Rot-Grün", dass das völlig veraltete Luftverkehrskonzept aus den 90er Jahren Einzug in den LEP halte. "Der dort gelistete Status von Weeze als Konversionsprojekt ist nach fast 20 Jahren Zivilnutzung absurd", betonte Bergmann.

Der früher von der britischen Luftwaffe genutzte Flughafen in Weeze sei heute schließlich der viertgrößte des Landes, befinde sich zu 90 Prozent in privater Hand, erziele Gewinn und müsse gleich behandelt werden. Jetzt sei ein Gesamtkonzept gefragt und die Streichung der im LEP-Entwurf vorgesehenen Einstufungen der Flughäfen in landes- und regionalbedeutsam dringend notwendig, so Bergmann abschließend.

Quelle: RP
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