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Kleve
Biennale-Eröffnung und Wagners Ring

Kleve. Die Muziekbiennale Niederrhein, Limburg, Gelderland wird vom großen WDR-Orchester mit Mozarts Magie in Kleve eröffnet. Von Matthias Grass

Es sind 52 Musiker mit 162 Instrumenten und einem Reisegewicht von 5520 Kilogramm und - das Wichtigste zum Schluss - einen Tonumfang von sechs Oktaven. Wenn Sigrun Hintzen, Musikwissenschaftlerin und Organisatorin der Klever Konzerte, vom WDR Funkhausorchester erzählt, kommt sie ins Schwärmen. Vor allem, wenn die Damen und Herren der Instrumente mit ihrer Entourage nach Kleve auf die Stadthallen-Bühne kommen und es dafür auch einen außergewöhnlichen Grund gibt: In diesem Jahr wird die "Muziekbiennale 2016" in Kleve eröffnet. Die Biennale-Eröffnung hat Hintzen mit dem Start ihrer Konzertsaison gepaart. Denn der Auftritt des Funkhausorchesters zur Eröffnung der Biennale am 3. September, 19.30 Uhr, ist das zugleich erste Konzert der neuen Reihe der Stadt.

Hintzen verspricht ein magisches Programm ganz im Sinne des Orchesters. "Mozart Magie. Ein zauberhaftes Konzert" heißt es, wenn das Orchester, das sich im Gegensatz zum WDR-Symphonieorchester nicht nur der puren E-Musik verschrieben hat, in Kleve gastiert. Auf dem Programm stehen Werke von Mozart, Gershwin, de Falla, Bizet und Rossini. Die Leitung hat Wayne Marshall. "Das Gastspiel in Spanien mit Gershwin und Bernstein war so erfolgreich, dass das Orchester gleich nochmals eingeladen wurde", zitiert Hintzen WDR-Orchestermanagerin Corinna Rottschy.

Kulturamtsleiterin Annette Wier hatte im jüngsten Kulturausschuss mitgeteilt, dass die Biennale mit dem WDR-Orchester in der Kreisstadt eröffnet wird. Am Rande der Sitzung betonte Sigrun Hintzen, dass viele Musikevents am Niederrhein ohne die Förderung durch die Biennale kaum möglich seien. Das unterstreicht auch Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks in ihrem Grußwort für die Biennale, die mit ihren 60 Konzerten viele "Positionslichter" in die ländlichen Gebiete außerhalb der Musikhochburgen setze. In diesem Jahr stehe die Biennale unter den Titel Morgen. "Das Thema "Morgen" ist mehr als nur ein Motto: Seine Klaviatur kulturell-künstlerischer Zukunftsvisionen zeichnet das Profil und Programm dieses wie auch künftiger Festivals", sagt Hendricks.

Zum Thema Morgen gehört das heute derer, die morgen groß sind: Sigrun Hintzen hat für den musiklaschen Nachwuchs auf und vor der Bühne einen besonderen Leckerbissen im Programm der "Besonderen Konzerte" - es gibt Wagners Ring als "Abenteuer Oper" in die Stadthalle: am 18. September, 16 Uhr, in einer Inszenierung der Kammeroper Köln. Dann tanzen die Rheintöchter um einen Kronleuchter als Sinnbild fürs Rheingold. Birgit Eckenweber erzählt in ihrer Inszenierung den Ring des Nibelungen mit seinen Abenteuern und den musikalischen Leitmotiven. Alles dreht sich um den sagenumwobenen Schatz des Nibelungen. Wer ihn besitzt, dem gehört die Herrschaft über die ganze Welt. Wagners Riesenwerk ganz einfach und für Kinder verständlich erzählt - mit viel Witz und Wagners wunderbarer Musik . . .

Quelle: RP
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