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Kranenburg-Nütterden
Bischof von Münster auf dem Wolfsberg

Kranenburg-Nütterden. Auf Einladung des Weihbischofs Wilfried Theising besuchte der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, die Jugendtagungsstätte Wolfsberg in Nütterden und zeigte sich sichtlich von der schönen Atmosphäre beeindruckt. Von Werner Stalder

Bischof Dr. Felix Genn besuchte in Begleitung von Weihbischof Wilfried Theising die Jugendtagungsstätte Wolfsberg. Dieser 51 Meter hohe Berg liegt in direkter Nähe des Reichswaldes, zwei Kilometer vom Ortskern Nütterden entfernt. Empfangen wurden die Gäste mit lauter Blasmusik. Das war keineswegs für den ersten Besuch des Bischofs von Münster geplant. In der Mehrzweckhalle probte zufällig ein Jugendorchester des "Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums" aus Düsseldorf, eine der vielen Jugendgruppen, die das Jahr hindurch den Wolfsberg bevölkern. 2012 waren es rund 20000 Besucher.

Der Diözesanbischof wurde von der Geschäftsführerin Martina Friedrichs und von Mitgliedern des Vorstandes und des Vereins "Wolfsberg e.V.", Pfarrer Dr. Joseph Kallunkamakal, Diakon Stephan Rintelen, Rainer Willemsen, Jörg Bingel und Bruno Pastor begrüßt. Weihbischof Theising habe Bischof Genn gebeten, einige Orte am Niederrhein zu besuchen, die er durch die Firmungen bisher nicht gesehen habe und die er bei der Größe des Bistums nicht mehr so schnell zu sehen bekomme. "Und so hat er den Wolfsberg mit in das Programm aufgenommen, und Sie haben es ihm zu verdanken, dass ich heute hier sein kann", erklärte der Oberhirte aus Münster. Vom Wolfsberg habe er schon etwas gehört, doch jetzt verbinde er damit "Gesichter, Landschaft und Musik".

Weihbischof Theising fand den Besuch wichtig, "denn es gab in den letzten Jahren Schwierigkeiten, das Bistum zieht sich aus der Finanzierung zurück." Aber er wolle mit diesem Besuch deutlich machen, dass der Wolfsberg nicht einfach aus dem Blick der Diözese verschwunden sei, sondern, dass vor allem das hohe Ehrenamt gewürdigt werden solle.

Bischof Genn ließ sich dann ausführlich über die Entstehung der Jugendtagungsstätte informieren. Beginnend bei den einfachen Anfängen der Gründung des "Hauses der Jugend" 1947, durch die Initiative des aus Nütterden stammenden Pfarrers Gerhard Siebers. Ziel war es "die Kinder aus den Trümmern der Stadt wenigstens für einige Wochen herauszuholen und ihnen satt zu essen zu geben, weil es hier Kartoffeln gab." Mittlerweile beschäftigt die Jugendtagungsstätte Wolfsberg 35 Mitarbeiter. Bischof Dr. Felix Genn zeigte sich von den Zimmern im "Haus Bocholt" - er besuchte das Zimmer "Taube" - sichtlich beeindruckt und an seine Jugendzeit erinnert. Im Hause sind 234 Betten auf zehn Etagen verteilt. Es gibt vier Speisesäle, elf Tagesräume und zwei Meditationsräume, dazu eigene Betreuerzimmer. Der Bischof war ebenfalls von der großen Küche und den Frühstücksräumen angetan und probierte gleich den leckeren Streuselkuchen. Einen Schatten auf den Besuch der Bischöfe warf der Anblick auf die hinter Zäunen und hohem Unkraut befindliche ehemalige Kapelle.

Für Bischof Genn war es unverständlich, dass die jahrzehntelangen Bemühungen um eine Lösung mit der Erbengemeinschaft leider bis heute keinen Erfolg hatte.

Quelle: RP
 
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