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Kalkar-Kehrum
Bohrfirma beeindruckt Bauministerin

Kalkar-Kehrum: Bohrfirma beeindruckt Bauministerin
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ließ sich von beiden Geschäftsführern Carsten van Dornick (l.) und Matthias Retz durch die Firma führen. In der großen Werkshalle hielt Hendricks dann eine kurze Ansprache. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kalkar-Kehrum. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, machte in Kehrum einen Rundgang durch die Firma F.C. van Dornick. Das Unternehmen hat eine mehr als 300-jährige Geschichte in Kalkar. Von Marc Cattelaens

Seit 1705 sind van Dornicks als Unternehmer in Kalkar ansässig. Da wird es höchste Zeit für einen Besuch, fand die aus Kleve stammende Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Beim Firmenrundgang in Kehrum erfuhr sie viel Wissenswertes über das Bohrunternehmen.

Die beiden Geschäftsführer Matthias Retz und Carsten van Dornick führten Hendricks durch ihre Firma. Das Leistungsspektrum der F.C. van Dornick GmbH reicht von Brunnenbau, über Spezialtiefbau bis zum Maschinenbau. Die Auftraggeber kommen aus der petrochemischen Industrie, aber auch Generalunternehmer sind darunter. 40 Mitarbeiter, davon sechs Meister und vier Auszubildende, sind für das Unternehmen tätig.

Beim Rundgang erfuhr die Bundesumweltministerin, dass das Unternehmen großen Wert auf die soziale Gemeinschaft unter den Mitarbeitern legt. Zwar sind die Angestellten in der Woche meist über viele Baustellen verteilt, doch gibt es einen großen Gruppenraum, in dem man sich vor allem freitagsabends trifft. "Dort erzählen sich unsere Mitarbeiter, was sie auf den Baustellen erlebt haben. Da geht es richtig gesellig zu. Da das auch schon mal länger dauern kann, zahlen wir dann das Taxi für die Heimfahrt", berichtete Carsten van Dornick.

Durch das kleine Chemielabor, in dem vor allem Wasserproben analysiert werden, ging es gemeinsam mit der Ministerin in die große Werkshalle. Dort hielt Senior Karl-Ludwig van Dornick eine kurze Ansprache. "Uns verbindet das Element Wasser. Man dachte immer, das sei ein nachwachsender Rohstoff, bei dem man aus dem Vollen schöpfen könnte. Heute weiß man, dass Wasser ein energetisches Wunderkind ist und dass man die Natur nicht ausbeuten darf und sie nicht überlisten kann", sagte Karl-Ludwig van Dornick.

Matthias Retz gab einen Abriss über die mehr als 300-jährige Firmengeschichte. "Schon 1705 ist der Name van Dornick - damals Peter van Doornick - als Kooperslagers, also Kupferschmiede, in den Protokollbüchern der Eligiusgilde vertreten. Im Laufe der Zeit änderte sich die Berufsbezeichnung: Aus dem Kooperslagers über den Pompemäker, also Pumpenmacher, wird der Brunnenbauer. Das heutige Spezialunternehmen für den gesamten Bereich der Bohrtechnik, die F. C. van Dornick GmbH, fußt auf der Tradition von neun Generationen mit Blick in die Zukunft", sagte der Geschäftsführer. Zurzeit profitiere die Firma vom "deutlichen, anhaltenden Konjunkturaufschwung", betonte Retz. Besonders Wärmepumpen aber auch Leistungen aus einer Hand, die die F.C. van Dornick GmbH für die komplette Baugrube anbiete, erfreuten sich wachsender Beliebtheit, so Retz.

Barbara Hendricks sparte nicht mit Komplimenten. "Man könnte sie überall gebrauchen. Entweder es gibt zu viel oder zu wenig Wasser. Wenn alle Firmen so gut wären wie sie, hätten wir weniger Probleme", sagte die Umweltministerin. Unter anderem ist die F.C. van Dornick GmbH auch für Deponien in verschiedenen Teilen Deutschlands tätig und installiert dort Sicherungsbrunnen. "Das ist etwas, das man überall braucht. Leider wird das in vielen Teilen der Welt nicht gemacht, dabei ist Methan sehr schädlich", sagte Hendricks.

Und die Umweltministerin hatte ein Lob für die Mitarbeiter im Gepäck: Sie haben eine gute Entscheidung getroffen, denn sie können sagen: Mein Job macht einen Sinn. Er ist dauerhaft für das Leben der Menschen wichtig."

Quelle: RP
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