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Kleve/Millingen
Brigitte Dams arbeitet im Telpost

Kleve/Millingen. Sonntag lädt die Künstlerin zum Besuch in dem temporären Atelier ein.

"Brigitte Dams #Op Biwak" heißt es seit einigen Tagen auf einsamen Posten hoch auf dem Rheindeich bei Millingen. Genau dort, wo sich der Rhein unmittelbar hinter der Grenze in Rijn und Waal teilt, arbeitet derzeit die in Düsseldorf lebende Künstlerin Brigitte Dams aus Kleve, zeichnet in dem kleinen schräg verglasten Außenposten "Telpost", von dem einst die Schiffe gezählt wurden, die rheinaufwärts in Richtung Arnheim oder Nimwegen fuhren oder in der Gegenrichtung unterwegs waren. Inzwischen wird der Posten nicht mehr gebraucht, ist dort nur noch Technik untergebracht. Zu bestimmten Zeiten wird er für Künstler geöffnet, die sich dann dort zurückziehen und intensiv arbeiten können - allein mit sich und der Weite der Niederung hinter den großen Glasscheiben.

Bereits vor mehr als zehn Jahren zeigte Brigitte Dams eine poetische Installation aus Feuerwehrschläuchen am Deich hinter Keeken beim Ausstellungsprojekt 'Kunstroute Pauzeplek', organisiert von der Stiftung Kunst in Millingen. Jetzt sitzt sie eine Etage höher: "Der Telpost bietet mir Platz zum Arbeiten mit grandiosem Ausblick am Deich", sagt sie. In der Telpost am Rijndijk, nahe der Rheinwerft Bodewes und mit Blick auf den Rhein und Pannerdenschen Kanal möchte Dams eine neue, raumgreifende Arbeit entwickeln, sagt sie. In ihren Installationen und Objekten verwendet die Künstlerin gerne einfache Materialien wie Feuerwehrschläuche, Gummi und unterschiedliche PVC-Schläuche oder Gewebeband, wie derzeit in der Klever Ausstellung "Salon der Künstler" (wir berichteten).

Dams plant eine große, in den Bäumen hängende Installation für den 'Halve Bunder', das Material für ihre neue Arbeit ist ein grünes Kunststoff-Gurtband. Die Stiftung Kunst in Millingen bespielt, neben der Telpost auch diesen besonderen Ort, einen kleinen Skulpturenwald am Deich mit einer Fläche von über 5000 Quadratmeter nahe der 'Gelderschen Poort'. Ein schöner Weg, etwa einen Kilometer zu Fuß in östlicher Richtung über den Rijndijk verbindet die Telpost mit Halve Bunder. Dams ist die erste Künstlerin in dieser Saison, weitere zehn unterschiedliche künstlerische Positionen für jeweils elf Tage werden bis September 2017 folgen. Am Sonntag 23. April begrüßt Brigitte Dams zwischen 11 und 16 Uhr in ihrem temporären Atelier in der Telpost Besucher, der Halve Bunder ist immer zugänglich.

(mgr)
 
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