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Kalkar
Britta Schulz ist Kalkars Bürgermeisterin

Britta Schulz ist Kalkars Bürgermeisterin
Es ist vollbracht: Dr. Britta Schulz freut sich, schon mit Blumen beschenkt, über ihren Sieg bei der Bürgermeisterwahl in Kalkar. FOTO: Stade, Klaus-Dieter (kds)
Kalkar. Klarer Ergebnis für die Kandidatin des Kalkarer Forums, die mit großem Vorsprung vor Amtsinhaber Gerhard Fonck zur neuen Bürgermeisterin gewählt wurde. Der scheidende Erste Bürger wünschte der Stadt Kalkar "Alles Gute". Von Matthias Grass

Dr. Britta Schulz (Forum) hat als künftige Bürgermeisterin ein starkes Votum bekommen: Die Kalkarer Bürger sprachen ihr das Vertrauen für dieses schwierige Amt aus und wählten damit zugleich Gerhard Fonck nach 16 Jahren ab. Mit 57,16 Prozent der Stimmen lag sie knapp 15 Prozentpunkte vor ihrem Mitbewerber. Schulz war angesichts des klaren Ergebnisses überwältigt. Froh auch, dass zwei Wochen harter, aus ihrer Sicht teils unfairer Wahlkampf vorbei sind, in dem angezweifelt worden war, ob sie das Amt stemmen könne. Doch das focht den Kalkarer Bürger nicht an, der sein Kreuzchen bei der Forums-Kandidatin machte.

Doch jetzt soll der Blick nach vorne gehen, sagt Britta Schulz. Asyl sei ein wichtiges Thema und die anstehende Etat-Diskussion. "Ich werde mich mit dem Haushalt beschäftigen müssen, wir vom Forum stehen hier in der Verantwortung", sagte sie. Ebenfalls oben auf der Agenda der Aufgaben, die Schulz als Bürgermeisterin umsetzen möchte: "Wir wollen noch mehr Bürgernähe realisieren". Sie glaube, es sei nach wie vor der Wunsch in Kalkar, dass mal etwas Neues passiere, interpretiert die künftige Bürgermeisterin das Wahlergebnis.

Gerhard Fonck, der wie Schulz schon vor dem Endergebnis im Rathaussaal angekommen war, verfolgte versteinert die Ergebnispräsentation, um Schulz dann zu gratulieren. Es tue weh, nach 16 Jahren abgewählt zu werden, sagt der Noch-Bürgermeister. Er wolle sich aber bei den Wählern bedanken, die ihm ihre Stimme gegeben haben. Mit Blick in die Zukunft sagte er sibyllinisch: "Ich wünsche der Stadt alles Gute. Jetzt, nach diesem Umbruch, liegt die Verantwortung beim Forum: Da muss jetzt was kommen", sagt Fonck.

Lutz Kühnen, Fraktionschef des Kalkarer Forums, ist sich dieser Verantwortung bewusst: "Ich freue mich sehr über das Ergebnis. Definitiv. Aber auf die Fraktion und auf Britta Schulz als Bürgermeisterin kommt jetzt viel Arbeit zu", sagt er. Es habe für den Neuling Forum viel Schelte gegeben, aber das Ergebnis der Wahl bestätige auch die Mühen des Forums im ersten Ratsjahr. Kühnen, der tags zuvor noch im Rathaus geheiratet hatte, war mit einem Blumenstrauß sofort zur Stelle, als Britta Schulz vom Wahlergebnis in Kalkar überwältigt wurde.

Für die CDU in Kalkar fangen nicht erst jetzt harte Zeiten an. Man habe alles versucht, sei aber gescheitert, sagt Klaus Dieter Leusch, Fraktionschef der Christdemokraten. Er wird wie angekündigt vom Stadtverbandsvorstand zurücktreten. Ob in der Fraktion Veränderungen anstehen, wolle er noch nicht beurteilen, so Leusch gestern. Man müsse jetzt sehen, wie man künftig weiterarbeite. Der neuen Bürgermeisterin wolle man die Chance geben, sich die Dinge anzueignen, sagte Leusch und zog aus, Schulz zum Sieg zu gratulieren.

"Die Zeit verlangte nach einem Wechsel. Hier von der CDU, im Ruhrgebiet von der SPD", analysierte Grünen-Politiker Willibald Kunisch die Wahl in Kalkar.

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Quelle: RP
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