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Kalkar
Britta Schulz oder Gerhard Fonck - noch zwölf Tage bis zur Stichwahl

Kalkar. Kandidatin des Forums baut auf den Wunsch der Bürger nach einem Wechsel.Amtsinhaber setzt auf seine "Leistungsbilanz" als bisheriger Verwaltungs-Chef. Von Anja Settnik

32,8 Prozent für Gerhard Fonck - das ist ein Ergebnis, wie es die CDU in Kalkar lange Jahre nicht kannte. Seit der Kommunalwahl vor einem Jahr ist alles anders: Damals siegte die Wählergemeinschaft Forum Kalkar mit dem Anspruch, die alten Strukturen aufzubrechen. Ein Jahr lang übten die größtenteils politisch unerfahrenen Quereinsteiger Ratsarbeit, bis die nächste Hürde zu nehmen war: die Bürgermeisterwahl. Britta Schulz als eine von fünf Kandidaten fürs Amt setzte sich mit 36,1 Prozent der Stimmen durch. Und ist jetzt ganz nahe davor, Bürgermeisterin von Kalkar zu werden - als erste Frau und dann noch ohne Parteibuch. Das der CDU besaß sie zwar mal, Ende 2013 trennten sich jedoch die Wege. "Wir vom Forum sind für den Wechsel angetreten und voller Zuversicht, dass die Bürger uns auch bei der Stichwahl ihre Stimme geben", sagt sie.

Wenn sie denn hingehen am 27. September und dafür sorgen, dass der neue Bürgermeister den Großteil der Bevölkerung hinter sich hat. Schulz hofft, dass FBK und SPD (der Vorstand muss noch entscheiden) sie unterstützen und eine Wahlempfehlung aussprechen, was ja vor der Bürgermeisterwahl schon der Grüne Willibald Kunisch getan hat. Einen neuen Flyer will das Forum noch unters Volk bringen und ansonsten nur immer wieder an das Ziel erinnern: In Kalkar soll eine neue Richtung eingeschlagen und auch im Rat ein zielgerichtetes Miteinander möglich werden.

Gerhard Fonck ärgert sich über dieses pauschale "Wechselstimmung"-Argument: "Ich hab' manchmal das Gefühl, vor lauter ,Personenwahl' wird ganz vergessen, dass es um die Stadt geht. Ich bitte die Bürger, mal darüber nachzudenken, was ich in den Jahren meiner Amtszeit geleistet habe und wie gut ich - zum Wohle Kalkars - vernetzt bin, zum Beispiel durch wichtige Funktionen in der Bürgermeisterkonferenz und im Städte- und Gemeindebund." Fonck hat noch viel mit und in Kalkar vor und versichert, keinen "Plan B" zu haben. Mit der CDU sei er sich einig, dass die Stichwahl gewonnen werden müsse. Britta Schulz habe noch nicht viel Konkretes angekündigt und schon gar nicht erklärt, wie sie ihre Ziele erreichen wolle.

Quelle: RP
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