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Kranenburg
Buch: Rundgang durch Kranenburgs Ortsteile

Kranenburg. "Ein Rundgang durch Kranenburgs Ortsteile", so lautet das jüngste Werk von Eelco Hekster aus Nütterden. "Im Kreisverkehr vor dem Rathaus in Kranenburg steht ein Denkmal des Bildhauers Dieter von Levetzow. Es zeigt oben auf einer Säule einen Kranich mit seinen acht Jungen. Der Muttervogel steht für Kranenburg, die Jungvögel für die acht übrigen Ortsteile der Gemeinde", schreibt Hekster in seinem Vorwort. Das Buch bietet ein Porträt der Gemeinde Kranenburg. Auf 140 Seiten werden acht Ortsteile im Text und mit mehr als 250 Fotos vorgestellt. Die Besonderheiten der Ortschaften sind auf einem Rundgang zu entdecken. Von Werner Stalder

Der Autor bekam durch Johannes Stinner aus Kranenburg und Leo Reintjes aus Schottheide Hilfe und Informationen. Zu der Gemeinde gehören neben Kranenburg die Ortsteile Nütterden, Mehr, Niel, Zyfflich, Wyler, Grafwegen, Frasselt und Schottheide. Der Rundgang beginnt in Nütterden, dem "Rennekendorf mit Mühlenvergangenheit." Hekster beschreibt und illustriert den Verlauf des kleinen Baches Renneken und den Bezug zu den Mühlen, die in früheren Zeiten zum Sieben-Quellen-Dorf gehörten. Eine Besichtung des Rennekens zu Fuß schließt sich an. Alte Höfe und Katstellen werden beschrieben, sowie weitere Sehenswürdigkeiten im Ort. Als ein weiterer Kranenburger Ortsteil wird Schottheide aufgeführt. "Die meisten Häuser im Ort stehen auf einer Höhe von 17 bis 20 Metern NN. Die Hügel ringsum erreichen eine Höhe von 40 Metern NN. Damit ist Schottheide ein richtiger Talort", schreibt Hekster. Schottheide ist der jüngste Ortsteil Kranenburgs. Die Hauptstraße ist mit knapp 1,5 Kilometern die Kuhstraße.

icht nur die Straßen, Denkmäler und Gebäude, auch das rege Vereinsleben finden im Buch Beachtung. Der Ortsteil Frasselt wird als ein "Dorf auf einer Rodung des Reichswaldes" beschrieben. Eine Fahrradtour durch Frassselt lädt dazu ein, das Reiterdorf in all seinen schönen Facetten kennen zu lernen. Hekster bezeichnet Grafwegen als "isoliert und verzaubert." Der Leser erfährt diesen kleinen Ortsteil aus einer Perspektive, die man sonst kaum wahrnimmt. Der Autor geht bei seinen Beschreibungen der Orte oft weit in die Geschichte zurück. So bei Wyler, "einem Dorf in den Bergen." Viele Fotos dokumentieren die unterschiedlichen Häuser und Straßen, die man zu Fuß besichtigen kann. Ein schönes Fleckchen Erde! Hekster nennt Zyfflich einen "Ort der frommen Hinterlassenschaft." Kein Wunder, denn vor 1000 Jahren wurde ein Stift in Zyfflich gegründet und die St.-Martin-Kirche errichtet. Im Buch wird ein Spaziergang empfohlen, der alle Schönheiten dieses Dorfes erschließt. Der Ortsteil Niel, im Herzen der Düffel, kommt dem Heimatkenner wie ein "Museum der Geschichte" vor. Die zweischiffige Hallenkirche St. Bonifatius ist das älteste Gebäude im Ort. Das Dorf ist bis heute landwirtschaftlich geprägt. Als achten Ortsteil stellt Hekster Mehr als "ein agrarisches Dorf im Grünen" dar. Dabei bietet er die Besichtigung des schmucken Dorfes mit dem Fahrrad an. Auffallend sind die zahlreichen Fotos der Höfe und Häuser. Mit einem Bild des Martinusdenkmals am Tutweg schließt das lesens- und sehenswerte Buch.

Quelle: RP
 
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