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Kleve
Budenstadt mit Atmosphäre im Forstgarten

Kleve: Budenstadt mit Atmosphäre im Forstgarten
Die bunte Budenstadt des Klever Weihnachtsmarktes lockt wieder viele Gäste in den malerischen Forstgarten. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Seit 14 Jahren stehen Maria und Paul Neinhüs auf dem Klever Weihnachtsmarkt und verkaufen wunderschöne Dinge aus Holz. Da gab es beleuchtete Schwippbögen - zum ersten Mal auch die Schwanenburg, Krippen mit geschnitzten Figuren und Holzreliefs, beispielsweise die Heilige Familie. "Ich fange schon im Januar an für den Weihnachtsmarkt", erzählte Paul Neinhüs, der sein Hobby seit 35 Jahren ausübt und auch vor Ort im Forstgarten zeigte, wie ein Relief aus Lindenholz entsteht. "Die Parkanlage hier ist toll. Die Atmosphäre ist etwas Besonderes, gerade auch abends, wenn alles festlich beleuchtet ist", sagte Ehefrau Maria. Von Monika Hartjes

Seit Freitag ist die Budenstadt im Forstgarten eröffnet und erfreut sich vieler Besucher. Glühweinstände laden zum Verweilen ein, "Klever Glühwein" gibt es am Stand des "Klevischen Vereins für Kultur und Geschichte/Freunde der Schwanenburg". "Der ist aus eigener Herstellung mit Orangenschale, Zimt, Nelken, Sternanis, Fenchel, Zitronenschale und ganz viel Liebe zubereitet", schmunzelte Peter van Zanten, der mit Sabine Hoymann ehrenamtlich neben dem Glühwein auch Winterfrüchtetee "servierte". "Der Erlös kommt unserem Verein zugute, dessen Ziel die Förderung von Kultur, Kunst und Wissenschaft ist", sagte er. Beliebt waren auch andere warme Getränke. "Der Kakao war so lecker, da möchte ich noch einen haben", lobte eine Niederländerin am Kolpingstand, wo auch Glühwein für das "Dogbo"-Projekt zur Unterstützung von Schulen in Benin verkauft wurde.

Für den guten Zweck boten auch Maria Winterberg und Gudrun Hütten Socken, Liköre, Holzkrippen, Kissen und Plätzchen an. "Der Erlös ist für die Lebenshilfe, dort ist eine Unterstützung dringend notwendig", sagte Gudrun Hütten. Auch sonst war auf dem gemütlichen Weihnachtsmarkt für jeden etwas dabei. Kulinarisch konnten sich die Besucher zwischen Bratwurst, Krakauer, Reibekuchen, Crepes, Spießbraten, Champignons oder Waffeln entscheiden, es gab auch Außergewöhnliches wie Germknödel mit Vanillesoße. Das Warenangebot erstreckte sich über Schmuckarten in Silber, Perlenketten, aus Leder oder buntem Glas, über Spielzeug, weihnachtliche Dekorationsartikel bis hin zu Kupferwaren und warmen Westen, Schals und Mützen. Originell waren die gestrickten Mützen in Form von Tieren wie Schaf, Affe oder Waschbär.

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Auch echte Tiere standen auf dem Markt. In einem Streichelzoo des Klever Tiergartens waren Esel, Ziegen und Schafe, die gerne an den Zaun kamen, um sich eine Streicheleinheit abzuholen. Auch bei den Produkten wurde an Tiere gedacht: Neben Vogelhäuschen wurden Körnerkuchen für die gefiederten Freunde angeboten, hergestellt aus Vogelfutter und Frittierfett.

Joke Mokkink aus Zwolle, gekleidet in alter Tracht, erklärte den Besuchern, wie Senf vor 100 Jahren gemacht wurde. Mit Knoblauch, Kräutern, Honig, Orangen oder Chilli vermischt ergeben sich interessante Variationen. Was aus Honig und Bienenwachs so alles gemacht werden kann, das konnten die Besucher am Stand von Brigitte und Heinz-Theo Tooten aus Geldern bestaunen. Neben Honig und Kerzen gab es Honigseife, Handcreme, Bonbons und Honig-Met. "Wir sind bereits zum vierten Mal hier, der Markt passt wunderbar in diese Parkanlage", sagte Brigitte Tooten.

Quelle: RP
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