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Kleve
Bürger sollen Kleve verschönern

Kleve: Bürger sollen Kleve verschönern
Kleves Innenstadt soll attraktiver werden. Bürger können sich mit ihren Ideen an das neue Citymanagement wenden. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts vergibt die Stadt Fördergelder an Hausbesitzer, die ihre Gebäude in der City modernisieren oder aufhübschen wollen. Zuschüsse gibt's auch für Projekte von Nachbarn und Händlern. Von Marc Cattelaens

Die Klever Innenstadt soll ansprechender werden. Dieses Ziel haben sich Politik und Verwaltung gesetzt und dazu das so genannte Integrierte Handlungskonzept ins Leben gerufen. Das vor zweieinhalb Jahren vom Rat beschlossene Konzept erhält zwei neue Elemente: das Fassaden- und Hofflächenprogramm und den Verfügungsfonds. Bürger, die teilnehmen, erhalten Fördergelder für die Verwirklichung von Projekten, die die City aufwerten sollen. Für Bürgermeisterin Sonja Northing setzt sich damit der Weg der Bürgerbeteiligung in Kleve fort: "Es ist toll, dass bereits so viele Leute ihre Vorstellungen und Handlungsempfehlungen eingebracht haben. Gemeinsam mit Politik und Verwaltung werden die Bürger ihre Innenstadt fit für die Zukunft machen."

Die beiden Programme im Detail: Im Rahmen des Fassaden- und Hofflächenprogramms stellt die Stadt Fördermittel für Immobilien in der Innenstadt bereit. Hausbesitzer können Zuschüsse für die Modernisierung eines Daches oder einer Außenwand, aber auch für die Verschönerung eines Hofes beantragen. Sie können beispielsweise Schäden an einer Begrenzungsmauer reparieren, Garagen begrünen oder einen Hofbereich neu gestalten. Ob es sich um Wohn- oder Geschäftshäuser handelt, spielt dabei keine Rolle. Auch Mieter können mit der Zustimmung des Eigentümers Zuschüsse für Verschönerungsmaßnahmen beantragen. Für eine genehmigte Maßnahme kann maximal die Hälfte der Kosten als Zuschuss bezahlt werden. Die Höchstgrenzen liegen bei 60 Euro Zuschuss pro Quadratmeter gestalteter Fläche und bei Gesamtkosten von 25.000 Euro pro Maßnahme. Die Maßnahme muss mindestens 2000 Euro kosten.

Der Verfügungsfonds ist gedacht für Händler, die "das Miteinander stärken und die Innenstadt attraktiver machen wollen", heißt es in einer Broschüre der Stadt Kleve. Die Bandbreite der geförderten Maßnahmen reicht von Bepflanzungen über die Errichtung von Kunstwerken bis zum Aufstellen von Müllbehältern. Einen Zuschuss kann es auch für das Aufstellen von Sitzbänken oder Spielgeräten geben. Dazu können sich Nachbarn und Händler zusammentun und ein Projekt einreichen. Aber auch Maßnahmen, die nicht mit einer konkreten Investition verbunden sind, können gefördert werden. Der Verfügungsfonds hält auch Gelder für die Einrichtung eines Lieferservices oder die Entwicklung neuer Mietermodelle für Eigentümer bereit. Bis zu 50 Prozent der Kosten können gefördert werden. Die Mindestsumme pro Maßnahme liegen bei 500 Euro.

Und so kommen Interessierte an Fördermittel: Ansprechpartner ist das neue Citymanagement unter der Telefonnummer 02821 7115656. Das Team berät dazu, ob die Projekte förderungswürdig sind. Anschließend muss ein Förderantrag, der unter www.innenstadt-kleve.de heruntergeladen werden kann, ausgefüllt werden. Auf dieser Internetseite findet sich auch eine Karte des innerstädtischen Bereichs, in dem die Objekte liegen müssen.

Für zwei konkrete Projekte im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts hat die Stadt Kleve bereits die Zusage für Fördermittel erhalten. Zum einen wird das Umfeld des neuen Rathauses umgestaltet, zum anderen erhält der Bahnhofsvorplatz ein neues Gesicht. Außerdem hat die Stadt mehrere Konzepte in Auftrag gegeben. Dabei geht es um die Aufwertung der Klever Plätze und die Errichtung des "Integrierten Besucherleitsystems". Außerdem soll die Innenstadt barrierefrei und kinderfreundlicher gestaltet werden.

Zwei weitere Bauprojekte sind angedacht: Die Umgestaltung des Umfelds der Stadthalle und die Neugestaltung des Marktplatzes Linde. Dazu Bürgermeisterin Northing: "Es würde mich freuen, wenn der Marktplatz Linde wieder als solcher herausgestellt werden würde."

Quelle: RP
 
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