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Kranenburg
Bürgerinitiative bietet Tagesexkursion an

Kranenburg. "Gegenwind im Reichswald e.V." lädt zur Besichtigung einer Windkraftanlage im Soonwald ein.

Was bedeutet der Bau von Windkraftanlagen für ein Waldgebiet? Wie wirkt sich der Betrieb der Anlagen auf Mensch, Tier und die Natur aus? Das und mehr können interessierte Bürger am Samstag, 23. Januar, während einer Tagesexkursion in den Soonwald erfahren. Sie wird von der Bürgerinitiative "Gegenwind im Reichswald e.V." organisiert.

Hintergrund der Fahrt ist das Vorhaben der Gemeinde Kranenburg und des Landesbetriebs Wald & Holz NRW, ein Dutzend Groß-Windkraftanlagen im Reichswald zu errichten. "Die Idee, uns gemeinsam Windkraftanlagen im Wald anzuschauen, ist schon vor einiger Zeit während einer unserer monatlichen Versammlungen aufgekommen", erklärt Hubert Zillig, 1. Vorsitzender der Initiative. "Nun haben wir die Exkursion konkret geplant und organisiert."

Per Bus wird die Fahrt am Samstag, 23. Januar, in den rund 300 Kilometer entfernt gelegenen Soonwald im rheinlandpfälzischen Rhein-Hunsrück-Kreis führen. Sie beginnt und endet an der Frische-Arena in Kranenburg. An der Exkursion können auch interessierte Mitbürger teilnehmen. "Gespräche mit Nicht-Mitgliedern haben gezeigt, dass auch außerhalb unserer Bürgerinitiative der Wunsch danach besteht, ein Beispiel dessen zu besichtigen, was vor allem in und um Kranenburg so kontrovers diskutiert wird. So lange noch Plätze frei sind, nehmen wir deshalb Anmeldungen entgegen." Der Kostenbeitrag für den Platz im Bus beträgt 19 Euro pro Person und ist vorab auf das Vereinskonto zu überweisen.

"Als Reiseleiter haben wir den Vorsitzenden einer lokalen Bürgerinitiative gewinnen können", sagt Zillig. Am Bestimmungsort angekommen, werden die Teilnehmer zunächst aus der Entfernung vom Bus aus Windkraftgebiete zu sehen und Wissenswertes über Windkraft im Soonwald zu hören bekommen. Anschließend geht es zu Fuß zu mindestens einem im Wald gelegenen Standort.

Die Anlage, die die Teilnehmer dort besichtigen werden, ist in ihrer Größe mit dem für den Reichswald vorgesehenen Typ vergleichbar, so die Initiative. Im Anschluss besteht während des Aufenthalts in einer Gaststätte die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. "Auch auf dem Hin- und Rückweg gibt es ausreichend Gelegenheit für einen Austausch. Es werden verschiedene Vertreter unserer Bürgerinitiative anwesend sein, die bestens mit dem Reichswald, seiner Ökologie und Geschichte vertraut sind. Auf Wunsch berichten sie gerne über den Reichswald und stehen den Teilnehmern Rede und Antwort. Nicht nur was die konkreten Windkraftplanungen angeht, sondern auch, wenn Interesse an allgemeinen Hintergrundinformationen besteht", erläutert Zillig.

Anmeldungen für die Fahrt nimmt die Bürgerinitiative sowohl per E-Mail unter der Adresse exkursion@gegenwindreichswald.eu als auch telefonisch unter der Rufnummer 01573 9043542 entgegen.

Das Programm ist online unter www.gegenwindreichswald.eu/2015-12-soonwald.html einzusehen. Bei Bedarf lässt die Bürgerinitiative es Interessenten ohne Internetzugang auch anderweitig zukommen.

Quelle: RP
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