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Kleve
BUND kritisiert Klever Radwegeplanung scharf

Kleve. Der BUND in Kleve kritisiert die Radwegeplanung in der Kreisstadt hart: "Bereits vor einem halben Jahr reklamierten wir die Vorgehensweise, dieses interkommunalen Projektes durch die Stadt Kleve - und nun soll mit viel Tam-Tam bereits zur Tat geschritten werden", reagiert Karl-Heinz Burmeister vom BUND auf die angekündigte Grundsteinlegung der E-Bike-Bahn Kleve-Nimwegen. Die gleiche Überstürzung mit ehrgeizigen Radwegen habe es auch an der Ringstraße in Kleve gegeben, wo vorauseilend in einer geschützten Allee vier Bäume gefällt worden sein, und man erst jetzt anfange, sachlich zu planen, kritisiert Burmeister den Aktionismus der Stadt.

Was Burmeister als "sachlich planen" umschreibt, bedeutet vor allem die in Kleve übliche Zeitverzögerung, wie jetzt Tiefbauamtsleiter Bernhard Klockhaus öffentlich eingestehen musste. Der in den Ausschüssen groß angekündigte Umbau der Ringstraße mit einem Fahrradschutzstreifen verzögert sich. Und zwar deutlich - was auch immer das bedeuten mag. Beim Tiefbauamt ist man derzeit im Prüfmodus. Bedeutet: Nicht vor 2018 wird mit einer nötigen Kanalsanierung gerechnet, und erst dann kann der Umbau für den Radweg erfolgen. Schon im Februar hatte der BUND in Kleve gefordert, die Vorhaben sofort zu stoppen, da zu diesem Zeitpunkt wichtige Eckpunkte noch nicht geklärt gewesen seien. Burmeister mahnt weiter: "Die neue Landesregierung sieht dem Vernehmen nach Radschnellwege kritisch. Umso mehr hat das Genehmigungsverfahren nach Recht und Gesetz stattzufinden sowie Kosten und Nutzen abzuwägen - und nicht, welche Stadt einen Preis bekommt", schreibt er.

(mgr)
 
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