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Kleve
Bunte Portraits Klevischen Lebens

Kleve: Bunte Portraits Klevischen Lebens
Bei der Übergabe von links: Wilhelm Diedenhofen, Alwine Strohmenger-Pickmann, Helga Ullrich-Scheyda, Rudi van Zoggel, Bert Thissen. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Mit dem Auftakt der neuen Buchreihe "Klevische Lebensbilder" präsentiert der Klevische Verein 24 Kurzbiografien von Personen, die in der Geschichte der Stadt oder des Kleverlands besonders hervorgetreten sind. Jetzt erhältlich. Von Ludwig Krause

Es sind Kurzbiografien, bunt wie die Stadt selbst. 24 Stück, geschrieben von Klever Autoren und auswärtigen Fachleuten. "Sie haben sich wissenschaftlich mit dem Leben von Personen auseinandergesetzt, die in der Geschichte der Stadt Kleve oder des Kleverlands einen besonderen Platz gefunden haben", sagt Alwine Strohmenger-Pickmann, Vorsitzende des Klevischen Vereins für Kultur und Geschichte. Also des Vereins, der als Herausgeber für das Buch "Klevische Lebensbilder – Band 1" verantwortlich zeichnet. Die Redaktion des Werks leitete neben Wilhelm Diedenhofen, Thomas Maier und Helga Ullrich-Scheyda auch Kleves Stadtarchivar Bert Thissen. "Die Beliebtheit von Biografien hat mehrere Gründe", sagt Thissen. Ein ganz entscheidender sei dabei, dass sie sehr gut lesbar seien. "Das ist eine Tradition, an die wir ganz bewusst anschließen", sagt Thissen.

Kurzweilig und informativ sollen sie sein, die Ausflüge in die Leben der Klever. Nicht sortiert nach Bedeutung oder Chronologie. "Wir haben gewissen Persönlichkeiten, die erst in den kommenden Büchern auftauchen werden", sagt Thissen. So fehlt Josef Beuys im Auftakt der Reihe etwa. "Die vorgestellten Menschen sollen auch nicht als moralische Vorbilder dienen", meint der Stadtarchivar. So seien auch Bösewichte der Geschichte denkbar. "Wenn es denn welche gab", sagt Stadtarchivar Thissen verschmitzt.

Das Buch nimmt mit auf eine Reise vom Mittelalter in die Neuzeit und zurück, zeichnet Wege von Männern und (einigen wenigen) Frauen, Adel und Bürgern, Laien und Geistlichen, Politikern, Geschäftsleuten und Künstlern nach. Heinrich von Veldeke etwa, durch den Kleve im 12. Jahrhundert die Literaturgeschichte einzog. "Kleves erstem Manager" Johann Manger Jean Manzon, dem Redakteur des Courier du Bas-Rhin oder Fotograf Fritz Getlinger, von dem unter anderem auch ein Abbild Beuys' im Buch enthalten ist – ganz ohne den umstrittenen Künstler kommt eben auch "Klevische Lebensbilder" nicht aus. Als eine von drei Frauen wird Anna Gertruda Boss, die Witwe Boss, in den Blick genommen.

Einige Seiten sind sie die Porträts lang, um sie aufzulockern, sind die Texte reich bebildert. Das Werk soll erst der Auftakt einer ganzen Reihe sein. Band Zwei ist für das kommende Jahr geplant, derzeit denkt man über insgesamt vier Titel nach. Wer dann porträtiert wird – da lässt sich die Redaktion noch nicht in die Karten schauen. Wünsche gibt es auch unter den Autoren des ersten Bandes einige. Walter Flinterhoff etwa – oder Fotograf Ewald Steiger. "Beim Essen kommt eben der Appetit", sagt Bert Thissen.

Das Buch "Klevische Lebensbilder. 24 Porträts, Band I" ist in einer Auflage von 750 Stück zum Preis von 19,80 Euro erschienen. ISBN: 978-3-936813-42-5.

Quelle: RP
 
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