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Kalkar
Café Reeserschanz: Neustart am Rhein

Kalkar: Café Reeserschanz: Neustart am Rhein
Anja und Marcel Kaynar bewirten ab Samstag im Café Reeserschanz die Ausflügler. FOTO: Gottfried Evers
Kalkar. Familie Opgen-Rhein hat ihr Café einem Pächter übergeben: Ausflügler werden ab 7. Mai von Anja und Marcel Kaynar bewirtet. Die Xantener haben sich in die einmalige Lage des Objekts an der Flutmulde verliebt. Von Anja Settnik

Die Gastronomie an der Reeser Rheinpromenade ist bei vielen Ausflüglern ein beliebtes Ziel - keine Frage. Künftig gibt es jedoch auch wieder einen Grund mehr, mit der Personenfähre auf die andere Rheinseite überzusetzen. Denn dort lockt ab 7. Mai nicht nur die inzwischen fertiggestellte Flutmulde Rees, der naturnah gestaltete Seitenarm des Stromes, der sich, von einer Insel strukturiert, über drei Kilometer Richtung Niedermörmter erstreckt, dort gibt es auch wieder die Möglichkeit, gemütlich einzukehren. Familie Opgen-Rhein hat ihr "Café Reeserschanz" an ein Pächter-Ehepaar übergeben: Anja und Marcel Kaynar wollen ihren Lebenstraum erfüllen und ein eigenes Café betreiben.

In dem großen Bauernhaus, das die Familie Opgen-Rhein weiterhin bewohnt, haben Kaffee und Kuchen schon in den vergangenen zehn Jahren geschmeckt. Kaynars wollen nun die Öffnungszeiten ausweiten und ihre Gäste täglich außer montags von 12 Uhr bis zum Abend willkommen heißen. Wann genau sie schließen, wissen die Neu-Gastronomen noch nicht. "Wir gucken uns erst mal an, wie es anläuft. Und dann werden die Öffnungszeiten natürlich auch vom Wetter abhängen", sagt Anja Kaynar, die ursprünglich aus dem Bergischen Land kommt, jetzt aber mit ihrem Mann in Xanten lebt. Die beiden haben ihre Jobs (sie Kauffrau, er in der Logistikbranche beschäftigt) aufgegeben und setzen nun auf Risiko. "Eine Stelle findet man immer wieder, aber eine solche Chance kein zweites Mal", ist Marcel Kaynar überzeugt.

Das alte Haus hinter der riesigen Rotbuche, nur wenige Schritte vom Anlegeplatz der Fähre entfernt, hat es dem Ehepaar angetan. Mit Hingabe haben sie die Biergartenmöbel angestrichen, die im Obstgarten aufgestellt werden. Anja Kaynar stellt sich schon vor, wie Kinder schaukeln, während die Eltern bei Bier und Salat oder Kaffee und Kuchen die Beine unter den Tisch strecken. Das meiste will sie selbst zubereiten, Erfahrungen aus Gastronomie und Catering bringe sie mit. "Wenn die Bäume Früchte tragen, dürfen die Gäste auch gerne zugreifen", sagt sie. Was an Äpfeln, Kirschen, Birnen, Pflaumen übrig bleibt, wird sich auf den Torten des Cafés wiederfinden.

Erste Reservierungen haben die Kaynars schon entgegengenommen, auch kann man den Innenraum für Familienfeste buchen. "Jeden ersten Sonntag im Monat bieten wir ein Frühstücksbuffet, zu dem man sich allerdings anmelden muss", erklärt der neue Pächter. Das sei wichtig, weil man sich auf frische Produkte konzentrieren wolle, die ja möglichst in passender Menge eingekauft werden sollten. Ausflügler mit Auto oder Fahrrad sind ebenso willkommen wie die Leute vom nahen Yachthafen.

Geplant ist künftig, das Café mit Ausnahme des Januar ganzjährig zu betreiben. Bis dahin wird auch der Gastraum gemütlich eingerichtet sein und zum Beispiel auch demnächst Hobbykunstausstellungen ermöglichen.

Quelle: RP
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